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Sudelbuch 2021

Aktualisiert: 7. Feb. 2022

Aufzeichnungen aus der Kanzel. Präambel: Vom Mond ins Erdinnere. Hohlerde.




001 - „CODE WIR WIE KOT ODER WIE GEN WIE GUT WIE CODE“: Denken muss man dürfen können, das wird immer schwieriger weil die Dinos momentan beschrieben wie gespurt werden.


Das Silvesterfeuerwerk darf nicht abgeschafft werden weil die Straßenreinigung ist angestellt und muss beschäftigt werden.


Der Fehler beim Phänomen oder beim Spiel um das Auto liegt im griechischen verborgen bedeutet aber heutzutage eben auch Automation, damit also Produktion und nicht Verfertigung oder machen sondern eben tun wie Tat.


Der Traum der TRIAS der guten wie weisen Freundlichkeit: INNENMOND geht durch Michael sei Mediziner und damit „haben“. Tobi sei Berater und Kredit & Frederik sowie G. seien Berater wie Rettungsassistent.


Wir haben den Mond und bohren Wie Höhlen und kommen bald wieder raus sobald Öl und das ganze Fahrzeug übergeben wird an CORONA.


TRIAS soll zwischen Trinität und Trio sonst ist wäre Triade und „DINOS WÜRDEN ZU MARS“


Deutschland steckt im Innenmond und bohrt nach. Sollte innerhalb der nächsten Tage fertig sein. Sieht schon ganz schön weiß aus draußen. Muss natürlich weiß zu grün dazu geleget werden, sonst wär das Auto nicht komplett wie vollständig wie Stand und ständig und Klassik wie klassisch wie Klasse: VERSTAND WAR VERNUNFT IST IMMER und IM spricht stetig und wurde belobigt.


DER im ward Nachbar (F.) dann ENTF. (der ENGEL) (gestern, wie gesehen und geblickt. BLICK ist SICHT ward GERUFEN wie nicht beantwortet wird gut wie PATT bestellt) wird der gute TÄTER (wie MÖRDER an B. (wie gedacht und nicht GESEHEN und nicht wie GEBLICKT auf Kennzeichen wie bei TIERHEIM-MT-vorgestern (ist gerafft: WW-B wär BAUSTOFFHÄNDLER DERNBACH (wär JÖSCH wenn FRAU war, war Frau G. (Saarland) am Mons-Tabor (sie nahm bereits: LEHRAMT von RLP: WAR FALSCHER SATZBAU in AKUSTIK), der Hund besorgt hat: IST RAPHAEL.(vgl. Buch der Namen und Hl.) DER BELLT Aber richtig die Richtung der echten Frauen und nicht bloß der MÄNNER, sondern auch der MANNEN wie MANNSCHAFT und Wie auch der Herren und der Männer: MORD) HERB muss klicken oder Klingone klickt ist aber schlechter für alle. WIE GOOGLE damit MANNSCHAFT wird. UER wie UHR wie UR hat getippt und damit .. wie URS (wie FREUND wie MONDMANN R wird bereits wie INNENMOND-FLENS WAR DERNBACH WIE)


002 - Die Operation am Corpus operandi wurde in jenen Tagen der Kur vollzogen, die verordnet wurde, nachdem der Herrndorfsche Stecker im wahrsten Sinne gezogen wurde. Die verschiedenen OS wiesen verschiedentlich Überlappungen und Inkommensurabilitäten auf. Vielleicht findet eine Neuaufwertung des Älteren statt? Es ist notwendig wie wünschenswert. Corona erlebt in VRC eine Neuauflage, wobei Mutationen eine eher untergeordnete Rolle zu spielen scheinen. Auch wenn das Ausland oftmals das Gegenteil behauptet, so weist dies doch Ähnlichkeit zur Quark-Aufspaltung des Atoms auf und die Frage nach einer vernünftigen Analyse- bzw. Bemessungsgrenze muss sich aufdrängen. Wo liegt die Grenze zwischen Pragmatik und Panik? Deutschland fährt hier auf dem besten „Mittelweg“, Den beiden Pfizer-Zwillingen auch zum Dank. Die Grünen haben endlich, es wurde auch Zeit, den Terminus verwalticos „Hartz 4“ überwunden und schlagen mit „Garantiesicherung“ positivere Töne an in dem Gewitter des ökonomisch-rationalen Nationalnarrativs.


003 - Riffe und Meere seien ohne Haie undenkbar. Das erklärt im Nachhinein einiges, auch hinsichtlich der Causa „Rakete“. Auch wenn das Forschungsprojekt vorerst „auf Eis“ liegt, so ist ein Wiederaufflammen alter Kameradschaftsblüten wenigstens nicht unwahrscheinlich.


004 - Das Unverständnis auf der familiären Ebene treibt die wunderlichsten Blüten. Eigenes Fehlverhalten wird projiziert und zum Anlass maßloser Kritik genommen.


005 - Einen neuen Ethikratgeber für Katholiken zu schreiben, erscheint einerseits notwendig und andererseits etwas vermessen. Das Hörbuch „Schatten der Welt“ wurde im Traumbilde so authentisch inszeniert, dass es schauerte. Jedoch hat der weitere Verlauf mit Einsetzen des Ersten Weltkrieges wenig Parallelen zur Realität. Nichts desto trotz war es eine gute Lehrstunde, bereitgestellt und unterstützt von der guten Freundin G. Es ist doch wirklich ein zentrales und wichtiges Lehrstück gewesen, was dieses flüssige Amphetamin mit dem Bewusstsein anzustellen imstande ist. Gut. Der VISOR spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle - die Perspektiven, die ihm eigen waren, scheinen für erste abgedreht. Das Holde hat jedoch weiterhin eine Daseinsberechtigung und gilt vor allem anderen, denn es ist doch ansonsten so schwer zu finden.


006 - Man muss dem armen armen Faust doch widersprechen. Sicherlich mehr als ein mal, aber doch entschieden bei seiner Bibel-Übertragung.


007 - Man sollte den Bullen ihre Sprache um die Ohren hauen. Sie sprechen, ähnlich wie die Mediziner, vom „konsumieren“, was bekanntlich „aufzehren“, „aufschmausen“ oder „aufbrauchen“ bedeutet. Die zweite Bedeutung steht noch nicht im Wörterbuch, nämlich pejorativ im Sinne eines Teilnehmers am kapitalistischen Marktgeschehen. Was das alles dann mit der „Einnahme“ von Substanzen zu tun hat, ist völlig fraglich. Wieso fragt man nicht einfach, ob man dies oder das „eingenommen“ habe? Oder rät schlicht von einer „Einnahme“ ab und nicht vom „Konsum“. Na, weil Bulle wie Mediziner ja sehr gut in den Kategorien der Sprache Bescheid wissen: Pathologien, Drogen, Sucht. Alles völlig falsche Kategorien für Genussmittel und gesellschaftlich abweichendes Verhalten. Allerhöchstens könnte man von gelegentlichem „Kontrollverlust“ sprechen. Konsumieren tut man bekanntlich sehr viel, vor alle O, H2O und Brot (und das macht fett!). Auch die Verwendung des Szenebegriffs „liquid exctasy“ tauchte jüngst in einem polizeilichen Schreiben auf. Was das sein soll? M.E. nach bedeutet das, eine MDMA-Tablette mit reichlich Bier herunterzuspülen: Liquide eben. Was der sog. „Multi gel remover“ sein will, wissen sie erst recht nicht, sind aber um falsche Eingruppierungen nicht verlegen. Immerhin eine Bedeutung scheint man „herausgelesen“ zu haben. Ein Schelm, der an dieser Stelle Böses denkt. Solche Schreiben kann man getrost zerreissen und wegwerfen. Auch wenn man es ihnen ja gerne richtig beibringen wöllte, den Bullen: Ein REMOVER wird sicherlich ein Lösungsmittel sein, Ethanol nicht unähnlich: Lösungsmittel entfernen (eng.: remove) ja ganz gut. Das weist dann mit MDMA und Amphetaminsulfat oder -chlorid höchstwahrscheinlich keine chemischen Gemeinsamkeiten auf.


008 - Die Nachrichtenflut wurde dechiffriert, vor zwei Tagen kam nachts die Erleuchtung hinsichtlich des Sarajevo-Krieges. Spannend heute die FAS: Frau Siemens wettert gegen das Vergessen von RAF-Verbrechen. Wer hätte das gedacht? Der Name verpflichtet. Auch, weshalb der Corona-Impfstoff „AstraZeneca“ heißt, liegt nun auf der Hand. „Marken stehen“, kam zuletzt via Gehörpst. Und die tragen einen im Zweifel stehend aus Kriegsgebieten heraus. Nun wurde das Horn der Wisente angeschrieben und die Mars-Erzählung begonnen. Er sollte antworten, so wird das dann endlich mit Mars und Mond: Nämlich statt Asien und Afrika, die irdischen Metaphern haben sich ebenso erschöpft wie die Fabeln: Wer will denn immer bloß nur ein Tier sein, fragt sich der Löwe und wird zum Luchs. Denn: Wir haben das All gewonnen. Deutschlands letztes Afrika war der Osten und Heinz Strunk beging einen großen Fehler, Norddeutschland unter einer Afrika-Überschrift plakativ mit einem Flugzeug zu überfliegen. Die Selbstgespräche ebben ab, auch weil mittels Gehörpst eine Wanze in der Fernbedienung entdeckt wurde. Keine Schande, aber war klar: „Wir haben China“, meinte mal einer der Weisen.


009 - Es macht’s. Es werde eine Krankheit. Danach würde alles gut, auch für den Davidstern. So hat sich „Die JUGEND“ das also gedacht. Sozusagen.


010 - Potenz, Potential, Konjunktiv? Es ist vermutlich diese Reihung vorzunehmen, es wäre ja gelacht, wäre alles indikativisch. Jetzt seien Quanten anstatt der Tanten, damit der Kurfürst endlich sagte: „Quant sauwer!“ Die FAS wusste gestern schon von „Weltraumbergbau“ zu berichten, ein Studiengang, der in Colorado angeboten würde. Welch ein Zufall, dass die Deutschen schön und stetig den Mond bohrten.


011 - Die Biographie Wolfgang Welt war mir bislang noch nicht so präsent, obwohl ja bereits der Schweizer darauf hinwies. Allerdings sind alle Musikjournalisten verdächtig, mit Ausnahme Rainald Goetzens, aber der ist ja auch eher Schmierfink und Halodrie. Aber HÖREN, immer besser hören!


012 - Die Q wurden gegründet, es wird nun weiter „mannlich“ statt „männlich“ vorangeschritten weil es gab ja den „Homo-Zwischenfall“. Aber der wird ja selten so gut gelöst wie auf der „Discovery“ – immerhin eine richtige Seite, die in der dritten Staffel schön umgesetzt wurde. Neuste Weisheit: „Bluray wär 2000“. Nachricht aus dem Dorf: Kauf dir doch lieber einen schlauen Computer. Was das wohl wieder zu bedeuten hat? Die Dienste haben den Personal Computer und die Mafia den Apple? Es wäre gut, wenn die Computer nicht nur schlau wären, sondern auch klug. Denn das! Ist besser!


013 - Macke ist nach gehen wie funktionieren oder gehen wie laufen oder gehen wie joggen. Was ist richtig? AL ist gut. Und Andreaskreuz war gut. Jupiter-Mond Europa lautet bisher: WW-FS 1707


014 - Nach den Festschriften folgt nun ja das „Ja-Buch“ (der Namen?). Bewerbung bei BW ist raus, einer degenerierten Gesellschaft kleiner Leute lässt sich so im Zweifel am besten helfen. Ziel lautet nach wie vor Lehre. Familie nahm „Verstossung“ vor, aber nach allen Regeln der Kunst. Wie programmiert. Damit lässt sich gut leben, aber man darf gespannt sein, wie sich das auf der anderen Seite entwickelt. „Sie sind MAC“ oder „Sie sind Mack“. Heute früh kam über das Gehörpst, man sei „verpflichtet“. Kommandocodes wurden ebenfalls schon ausgetauscht. Das wird sicher gut; auch träumerisch well done in Szene gesetzt.


015 - Gestern beim Pokern kamen die Gedanken auf, dass der Mond ja wohl ganz einfach wäre. Die Asse würde man auch ganz einfach los: selbst tragende Bodenplatte, große isolierte Halle darauf setzen, Elektrozaun drum herum, Pförtnerhäuschen davor und 1 Million Jahre bewachen lassen. Wieso die Wirtschaft nicht schon vorher darauf gekommen ist, ist die Frage - für die drei in dem Pförtnerhäuschen müssten dann die Wirtschaft oder die Energieversorger den Lohn bezahlen. Was wäre daran so schwierig? Tobias: Patricharchensessel, souverän: Raphael Prinzenstuhl, überlegt und Simeon Hocker: hin und her. Für’s Pokern die beste Aufteilung.


016 - Gestern wurde uns klar, dass zwei Direktoren und ein Regisseur reichen würden: Michael, Raphael und Stahl. Simeon war da, konnte auf dem Patriarchenthron aber nicht lange gut sitzen, erzählte immer mehr Unfug, wurde nervös und zog dann ab. Nahm aber noch „Falling down“ und „Wir schlafen nicht“ mit.


017 - Äther dürfte langsam leer sein, wird ja alles wieder aufgebaut. Hab da oben alle getrunken. Aber der Saft gibt kraft und daS Haus da schau, Am P Termin gibt es mittlerweile als Hustensaft und Pepp bedeutet anmutig. Die Frau, die Simeon mitgebracht hat, war völlig überdreht, dumm und nervig. Seltsam. Seltsame Gesprächsthemen und Gedankengänge. Leider habe ich es versäumt, früh auf den Hörspielknopf zu drücken. Goethe wäre sicher ganz gut gewesen, den fand die Frau ja super – ohne belesen zu sein. Ich inszeniere gefühlstechnisch gerade Schillers die Räuber. Und ich liege betrunken nach vorne.


018 - Passte alles nicht so richtig und der Traum war wohl bestellt. Morgen wird die gute Therapie bestellt.


019 - Gestern war ich im Park und hab alles richtig eingeschätzt.


020 - Heute war ich wieder im Park, zuvor bei der Rittertafel. Aber gestern. Jedoch habe ich mich gestern Nacht verpisst und bin drauf nach unten statt auf Toilette. Birgit, aber nicht zu Langer Wolf, sondern Esel auch: Still gestellt. Dann geh! „Ich kann bloß denken.“ Dann hätte ich mit Manu-Pfanne für den Kopf und schön war wieder danach Zauberstab. Außentasche war plötzlich weg gesteckt & verrückt.


021 - Heute Nacht war ich um drei bei der Tanke und bin dann mit zu Christian. Er verschätzt sich voll oder eher ich verschätze ihn. Planlos war danach die Musik, zuerst mal die Box an und der Beamer, danach der Kopfhörer und die Box nicht ich sah also nur und hörte nicht. Aids habe er. Bin nach zwei Getränken schnell wieder gegangen. Weil der besoffen eingeschlafen war. Dann ich planlos schlafen, bis etwa um elf. Gennetikk: 3 Bruderherzen 2 Schwesterherzen, -> 2 Namen


022 - Heute Nacht wurde mir von Harald Lesch der Neutronenstern, die Brennstoffzelle und der Quantencomputer erklärt. Außerdem wurde mir deutlich gemacht, dass ich meinen Ring programmieren muss: der 1983er-Ring, der von Ronny oder sonst wem im Zimmer in der Norderstraße genommen worden ist… Wahrscheinlich Svetlana. Bild: Nach vertaner Wohnungsschlüßelübergabe mit dem Hausmeister und dem Schließen der Tür meinerseits herrscht „Krieg“, Christian Bermes ist als Person wie als Bild „still auf Stand gestellt“, direkt innen an der Tür dran gestellt worden, nackt. Es finden regelmäßige Sexparties statt, die sich um ihn drehen. Erst war ich der Meinung, er stünde dort seit drei Monaten, aber dann war ich jedoch der Überzeugung, es seien sicher fünf gewesen. Nun ist er in dieser Nacht um 1:45 verstorben bei dem Versuch, sich hinzusetzen. Ein Ende der Lähmung ist für heute 17.42 Uhr angekündigt worden und eine Wieder-Ein-Hexung wurde terminiert. Ich hatte die ganze Nacht Zeit, seine Gedanken zu lesen rund um die langsam größer werdende Genügsamkeit oder Zufriedenheit angesichts der unfreiwilligen Homosexualität. Das nährt den Verdacht, dass Ronny und Younes direkt nach meinem Auszug die Wohnung nicht bloß verlassen hatten, sondern sie direkt danach besetzt haben. Müsste Alex besuchen, wegen der Umarmung für das Geschenk nach dem Lebensfilm, denn der kommt ja immer aus dem Gegenüber und das würde Alex sicherlich entlasten, weil Alex Gesichtsausdruck bestimmt immer süßer und verzückter war. Vereinbart werden müsste jedoch das Titelbild, das beide Titel trennt. Thema: zwei Schauspieler.


023 - Dieser Aufenthalt in Kurzbücken, gleich zwei Mal. Es war doch eine verzückte Wiederholung, die man sich nicht anmerken ließ. Ein Stress-Test sozusagen. Vor zwei Wochen noch war es die Ungeduld des Vaters, die ihn abholen ließ. (Oder war es ein Traum?) Dieses Mal konnte man der Einweisung nichts entgegensetzen, obwohl der Schock natürlich zwei Mal tief saß: Schwarzfahren mit einer Privatbahn, das kann teuer werden. Jetzt volles Risiko (der Träume wegen) nach FL weiter, im Auftrag der „agency“ und für die Foundation, die mich ja immerhin als treusorgenden Seelsorger eingestellt hatte. Wie in frühsten Kindheitsträumen werde ich vor Ort die Spreu vom Weizen trennen um endlich Herr dieser „Psychose“ zu werden - wird Schleswig überhaupt noch etwas verstehen oder wird eine Zeitverschiebung vorherrschen, deren So-Sein bisher nur erträumt wurde unter der These „Niemand wird es verstehen“.


024 - Interessant, wie langsam in meinem Alter das lange verdeckt Homosexuelle hervorbricht: Max bindet ein Zusammenwohnen an Sex, ohne Bedingungen stellen zu wollen: Ist mir neu. Sollte ich nicht von der immer wieder hervorgekehrten Heterosexualität geblendet werden sollen, die dort vorherrschte? Spannend, wie sich das gesamte Ensemble zueinander verhält. Flexibel, dynamisch, in jedem Falle offen. Auch die Absichten der Andis waren stets mindestens verdeckt, wobei sich der omnipräsente schon dadurch auszeichnet, unterstützt werden zu wollen. Von den Stimmen im Kopf einmal ganz zu schweigen. Ob ich mich für Trier und gegen Flensburg entscheide, steht noch in den Sternen. In jedem Falle verspricht der Bund ein bunteres Beisammensein als die Ausbildung und das Stückwerk der Gelehrten-Existenz.


025 - Die Reihenfolge der Superman-Filme ist natürlich klar: Men of steel ist der beste, man erfährt immerhin etwas über seinen Herkunft, seine Eltern und die eigentliche Mission. Im Vorgängerfilm wird das zwar auch angerissen, aber der einzige, der hier wirklich überzeugt, ist Kevin Spacey als Lex Luther. Den „Blade-Runner“-Filmen musste ich mich auch erneut zuwenden, hier obsiegt qua Trash der 2049-Teil, da vieles aus den 1980er Jahren einfach überholt erscheint - die Kamerafahrten, die Themenssetzung, die Pausen usw.


026 - Ich habe völlig vergessen, wie gut Koks schmeckt und wie wohl es der Gesprächskultur und dem Schreiben tut. Wohldosiert natürlich. Für die Turbulenzen im Hals empfiehlt sich Weißwein oder Scotch. Aber das jemandem verständlich zu machen ist schon schwer. Derweil Gedanken zu der letzten Episode mit der Agency und ihren Vertretern Anfang März, es erschien schon alles sehr plausibel, war GBL induziert und trotzdem äußerst aufschlußreich. Die Vielzahl vor allem akustischer Halluzinationen waren bemerkenswert.


027 - Kinofilme zum Weltraum: Hidden Figures, Der Stoff auf dem die Helden sind und First Man (Aufbruch zum Mond). Ersterer hat den besten gesellschaftlichen Verve, letzterer das größte Drama und der Helden-Film verfolgt wirklich die Helden seit dem ersten Mach-1-Flug der X1 und produziert eben Legenden, wobei die Astronauten eher verhöhnt werden. Derweil ist der zweite Gibson-Band angekommen, nach dem Neuromancer geht es an die Idoru-Trilogie. Ich wünschte, Amph als Lesestoff zur Verfügung zu haben, aber da muss man sich wohl noch ein paar Tage gedulden. Vielleicht kann das nächste Wochenende durchgeschmökert werden. Der April steht ganz im Zeichen der Arbeit und ich frage mich, wie lange das meine Hände noch mitmachen werden. Erste Ausfallerscheinungen waren am Wochenende zu bemerken, es schien alles entzündet.


028 - Parole „wach!“ Konnte gestern mittag ausgegeben werden, seither eine Spätschicht und ein heißes Gespräch mit dem Bruder sowie stoisches Lesen. Faszinierend, wie erzählerisch begabt Gibson schreibt. Nun ist es Morgen, der Pa ist schon wieder wach und unterwegs (vermutlich Frühstück besorgen) und Ma erwischte mich um vier bei hellster Zimmerbeleuchtung in Denkerpose: „Ich les nur noch ein bisschen.“ Es wird heute eine weitere Spätschicht folgen und dann die Badewanne, Körper und Geist werden so gleichermaßen trainiert und auf die Probe gestellt. Das erschien mir für einen ersten Test des ersten Tor-Erfolges zielführender als ein reines Schmöker-Wochenende mit Buch und Terrasse. Bemerkenswert, wie groß das Gemeinschaftsgefühl mit dem Bruder Simi so plötzlich ist. Ablegen musste ich nur die Rolle des immer guten Vorbilds, ehrlich sein und einige Male auf GBL so richtig aufdrehen. Er filmte mich einst und kommentierte dabei: Die Pose, das sei „jahrelanges Training“. Harter guter Kommentar, der einen respektvollen Abstand zwischen unsere Daseinsformen herstellt. Gefiel mir. Zahlreiche Stellenangebote geprüft, aber im Grunde zu wenig Alkohol. Aber da stehe ich diese Woche ja ohnehin auf der Bremse, der Kokain-Eindruck soll noch etwas nachwirken. Ein grandioser Nachmittag in der Sonne mit Weißwein, dem Koks der Alkoholiker, einer glücklichen postalischen Fügung und dem blühendem Kirschbaum im Hintergrund. Habe dann endlich auch Julian einige passende Worte und endlich etwas „neues“ schreiben können. Ich müsste mal Markus schreiben, ich fühle mich so, als hätte ich nun wieder die Kraft für solche sozialen Mätzchen. Aber beim E-Mailen muss man vorsichtig sein: Zu viel von dem einen und zu einseitig über sich gesprochen oder gar zu lang und zu viel, dann bleibt erfahrungsgemäß die Antwort aus. Es ist im Grunde schade, dass keiner mehr die Brieffreundschaften ernst oder wichtig nimmt, weil es ja die ständige Erreichbarkeit per Smartphone und die Kürze der Messengerdienste gibt , was letztlich den Kommunikationshunger stillt. Es ist gut, für mich beides abgeschafft zu haben. So bleibt im Zweifel nur das weiße Blatt Papier im Sudelbuch für die Selbstauseinandersetzung, und zwar alternativlos. Denn: Gerade in den Zeiten um die dreißig, in denen sich die vielen wunderbaren Begegnungen der Zwanzigerjahre aufzulösen scheinen oder zumindest auseinanderzudriften drohen, wären konsequente Brieffreundschaften so wichtig. Sonst ist’s vielleicht in den Vierzigern zu spät, es wird komisch und die Einsamkeit unserer Väter könnte auch uns drohen. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass ich diese Tatsache so bejammere, habe ich doch selbst nie Kontakt gehalten: Weder zu meinem ersten Brieffreund aus Großbritannien noch zu den Lehrern meiner Oberstufe, von denen sicher ein, zwei oder drei bereit gewesen wären, mit mir über das Studium hinaus Kontakt zu halten und Neuigkeiten zu erfahren. Dass ich gerade in den letzten zwei Jahren so verzweifelt versucht habe, dies auf akademischer Ebene zu etablieren (bis hin zur polizeilichen Anzeige wegen „Nachstellung“ von mindestens drei Professoren), drückt dieses Versäumnis ganz gut aus. Es schmerzt mich, meine alten Lehrer und auch die späteren so wenig geschätzt zu haben. Der von mir erträumte „Feuerbowlen“-Einsatz kam doch so lebhaft in meinen Vorstellungen vor, das Bewusstsein einer höheren Sendungen im Sinne des Geistes der Alten war mir nie so deutlich wie bei so mancher LSD-Nacht (und danach), in der sich Konsul, Kaiser und Advokaten lebhaft um meinen Schreibtisch und die Badewanne mit den drei Teelichtern versammelt hatten. Kurz: Von der Bürgerschaft überwachter Rausch der Bewusstseinserweiterung mit dem Ziel der Bewusstwerdung meines eigenen Wertes in Zeiten des drohenden Gefühls von Wertlosigkeit: „Schätzen Sie sich und Ihren Intellekt, der Ihnen diesen Rausch gibt, aber bitte auch jene Wegbereiter der Verstandes- wie Herzensbildung.“ Schade, dass solche Bindungen nur im Geist bestehen (können), es hinterlässt trotzdem das Gefühl des „gut-aufgehoben-seins.“

Es ist schon erstaunlich, wie zahlreich und immer länger werdend meine Textbeiträge gestern und heute geworden sind. Es ist das Heinrich-Böll-Phänomen: Nach Beendigung des Kriegseinsatzes bleibt er dem Pervitin zugewandt, vor allem beim Schreiben. Famos, dass hier hauptsächlich Kurzgeschichten entstanden sind. Kommt mir doch ein jeder meiner angefangenen Texte so kurz und abgeschlossen, dabei aber gleichzeitig auch so tiefsinnig und anschluss- und ausbaufähig vor, dass es paradox erscheint. Doch zum Ausbauen reicht die Konzentration nicht aus (zu wirr zerfasert das Pervitin irgendwann, wo bloß eiserne Disziplin weiterhelfen könnte) und schlußendlich stellt mich die würzige Kürze auch zufrieden. Immerhin kommen stets Ideen hinzu, auch wenn ich vom Weltgebäude, Weltraumschiff und Mikrokosmos/Makrokosmos-Film doch nicht so recht herunterkommen mag, erscheint es mir doch die lohnenswerteste Geschichte, in die sich auch die „schizophrenen“ Stimmen bestens einfügen lassen. So etwas wie Zerfaserung wäre Thomas Mann sicher nicht passiert. Bloß Rainald Goetz.

Die mögliche Erfahrungswelt der Bi- oder Homosexualität drängt sich stetig weiter auf. So stelle ich fast alle engeren Männerfreundschaften der Vergangenheit in den Verdacht einer Liebes- oder Beziehungsmöglichkeit, was einerseits in der Liebe zu jedem einzelnen Freund begründet liegen mag, die ich zweifellos empfinde, aber eben auch an den jüngsten Flensburger Begebenheiten. So kann ich nicht klar sagen, ob Steffen nicht vielleicht sogar schwul war, oder ob er mich mit seinem Bruder verkuppeln wollte, ob alles darauf hinaus lief, dass ich mit Alex ein Paar bilden sollte (sein Judas-Kuss am Strand deutete in diese Richtung) und ob der Vater Jan nicht alles toppen wollte, indem er fernab der Frau das Panorama Festival zu seinem möglichen homosexuellen Erfahrungsraum machen wollte, aber eben nur mit mir. Unser Verhalten damals und unsere Magie deuten ebenso in diese Richtung wie die Reaktion seiner besten Freundin (kopfschütteln), die sich hinter meinem Rücken abspielte und damals nur als Antwort auf die Frage „ihm vertrauen“ oder „ihn und wir zu dritt“ oder ganz einfach „ist er mein Typ“ verstanden werden konnte. Trotzdem spricht ebenso viel dafür, dass Jan nicht schwul oder bi war, sondern bloß meine eigenen Anwandlungen ironisch zu spiegeln versuchte. Oder ist es wie so oft unausgesprochen: „Ich wäre bereit, wenn Du es auch bist und den ersten Schritt wagst?“ Wie es sich auch immer verhalten mag, ich werde im Sommer nach Flensburg zurückkehren und diese Fragen klären, denn vielleicht verbirgt sich dahinter eine verborgene Tür zum Glück, deren dahinter liegende Erfahrungswelt ich (vielleicht) nicht missen möchte. Und dies bloß auf die Möglichkeit einer Menage a Trois mit Konny zu projizieren ist doch zu dünn, ich liebe ihn ob seiner spießigen Unvollkommenheit und seines Bemühens, darüber hinaus zu wachsen. Aber weder teilen wir die Freiheitsideale, die Jan und mich verbunden haben, noch jene humorvolle „Dick&Doof“-Partnerschaft, die Alex und mich ausgezeichnet haben. Das waren doch sehr unterschiedliche Alleinstellungsmerkmale, die die Freundschaften stets spannend hielten und ein „mehr“ vielleicht möglich schienen ließen: Welche Freiheitsideale verwirklichst Du für Dich selbst, welche setzt Du neu und welche verwehrst Du Dir, weil Du Dir selbst im Wege stehst oder vielleicht auch, weil Du Dich angesichts ihrer Verwirklichung schämst. Das nahm ja seinen Anfang beim simplen Drogenkonsum, den man stets vor den Augen anderer aber vor allem vor sich selbst rechtfertigen musste und der von guten Freunden auch als ironisch markierte und somit entlarvende Waffe benutzt wurde: Eben damit man es lernt, sich selbst zu vergeben und die (Selbst-)Scham zu überwinden. Sozusagen die Abschaffung der „Sucht“ angesichts einer ständigen Bedrohung mit diesem Vorwurf des persönliche Kontrollverlustes. Nicht ohne den Reiz unbeachtet zu lassen. Zur homosexuellen Abweichung bisher heterosexueller Männer ist es dann nur ein kleiner Schritt. Die Generation meines Bruder scheint da weiter zu sein, ich bin gespannt, in welche Richtung sich mein Denken und Fühlen hier noch entwickeln wird. Denn bei aller Neugierde: Klar ist, es kämen sehr wenige Männer infrage. Und Lust und Gelegenheiten für neue Bekanntschaften habe ich nicht, dafür sind die alten noch zu frisch vernarbt und zu wenig beleuchtet und klargestellt. Flensburg wird vielleicht auch immer ein Rätsel bleibt, weil ich zahlreiche indirekten Hinweise nicht verstanden habe? Oder es ist wie es ist und ich habe einfache Leute überfordert (im Rausch) und (im Wahn) vieles zusammengezählt, was überhaupt nicht zusammen gehört. Solipsimus, so hieß der Graus, dessen Verschwinden mir mittlerweile die Augen (zu) weit öffnet.


029 - WW at its best: Die Homogeschichte verfolgt mich weiter, ich bemerke das in Absicht späterer Lektüre. Selbst bei Marco ereilten mich Kuschel-Beiträge und Putin-Kommentare. Was damit gemeint gewesen sein mag, sollte klar sein: Kein Kuscheln meinerseits und egoistische Putin-Durchsetzungskämpfe meinerseits. Klang hart und fühlte sich in dem Moment auch so an, aber ich hatte meinerseits ebenso wenig Lust, meine Bi-Sexualität (als die ich es mittlerweile bezeichnen würde) hier und jetzt auf die Probe zu stellen. Nur weil Solipsisten hier grad versuchen, rein kosmisch, im Takt zu schwingen. Ebenso wenig wie bei Christian, dem Sozialversager, vor einigen Wochen. Eine schwere Zeit, mit den Single-Freunden zur Zeit. Ich bin verwirrt.


030 - Nach dem Streit der Eitelkeiten kommt es nun zu fortgesetzten Wonnen brüderlicher Offenheit und Wärme. Tobi wird Eva verlassen und wahrscheinlich werden wir danach zusammen wohnen. Gegenseitige Stützen und Hilfen, familiäre Sozialarbeit gegen Single-Einsamkeit und ihre Folgen. Wir könnten vieles voneinander lernen, vielleicht bringe ich ihm dann noch bei, wie man Wein trinkt und nicht kippt, wie Schnaps genossen und nicht gemieden wird. Bei allen tauglichen Männer-Qualitäten fehlt es ihm an Gentleman-Manieren und der Attitüde. Aus meiner Erfahrung mit und der Beobachtung von den Herren würde ich Andis und mein bewährtes Männer-WG-Konzept um fehlende Dimensionen zu erweitern versuchen, was zu einer wesentlich größeren charakterlichen Ehrlichkeit führen sollte. Ohne die Profilneurosen heranwachsender Jungakademiker und und mit der richtigen Mischung aus Alltäglichem und Wunderbarem.


031 - Nach dem Treffen mit Christian in den letzten Tagen herrscht Verwirrung und Verunsicherung. Wir sprachen und tranken die ganze Nacht. Er stellt sich als schlau, empfindlich und launisch heraus, manches wirkte erfunden und die Lockerheit fehlte. Im Umgang mit Stoff webe ich ein neues Sprachkonzept, während er bei den W-Fragen hängenbleibt. Ein Spiegel meiner selbst aus der Vergangenheit. Immerhin schien er die Sache mit dem Weltgeist verstanden zu haben. Worin seine Paranoia gründet, lässt sich erahnen: Unordnung in der Vergangenheit erzeugt ein hohes Ordnungsgefühl in der Gegenwart, wie mir scheint: Er zeigt stets, dass er besser geworden ist. Verkrampft, schade, dass ich ihn früher kaum kannte. Arbeit an „das“ und an den Geräten gehen jetzt erst los. A fordert, ich solle die Firma aufschließen.


032 - Eine Fahrt nach Trier sollte letzte Gewissensentscheidungen und meine Herzenswärme auf den Prüfstand stellen. Ich konnte zu der Annahme kommen, dass mich der Automat überholt hatte und z.B. den evolutionstechnisch am anderen Ende stehenden Professorensohn endlich in Sicht hatte. Es hatten sich Texte und Handlungen vollzogen , die mich als Arbeitersohn auf eine niedrigere Stufe stellten als z.B. den Kaufmannssohn. Ich konnte heute Wege und Handlungen beschreiten, die mich sie haben einholen und kaltstellen lassen. Es wird jetzt neu geschrieben, formuliert und nachgedacht. Ich soll das regeln.


033 - Fühle mich seit gestern wunderbar verliebt, es ist ein alter Seebär, der ganz wenig hat, aber sich immer dreht und innen ganz leer ist. So ist Es: Der Blauwal, nicht der Delfin.


034 - Das wurde gestern erprobt, der Dopplereffekt: Der Antrieb wurde umgestellt vom solaren Corona-Antrieb auf eine sich drehende, liegende Acht, die ein Sonnenteilchen stets in ihrer Mitte behält und für eine unendlich große Energiequelle sorgt / ist. Die Weltenscheibe eine in sich gewendete Acht, die sich drehte und auf ein Zentrum fokussiert war. In der Nacht dann der brummende Teilchenbeschleuniger in der Mitte des Zimmers und das Bewusstsein davon, dass Es sich bewegt, aber steht: Das Bild eines riesigen Riese aus Feuer als Hologramm im Zimmer, der sich, an zwei Pflöcken gepfahlt, auf einer Kugel im Weiß-Raum befindet. Die Kommunikation war direkt und klar: Volles Bewusstsein des Es: „Ich bin Mensch“ funkte Es in meinen Kopf. Am Tag dann weitere Erfahrungen: Das Spazieren unendlich schwer: Ich war dieser Riese, das Sonnenteilchen, das sich anleint bewegt. Der Bahnhof: Außer Betrieb. Dann die Rettung: Zuhause das Bild der übereinanderstehenden Blumentöpfe, jeder steht für eine Welt. Durch das Loch am Boden dringt die Sonne ein. Plötzlich ein Ruck am Boden: Die Platte wurde angehoben, rechts machte der Helikopter und links der Drachenflieger sein Seil fest, und in meinem Kopf die Stimmen der Piloten („Wir haben Sie!“ - ich musste lachen), die mich auf einen anderen Blumentopf umsetzen: Die faulige Erde der Familie „Kaiser“ - Proleten und Geschäftemacher - statt das gewohnte Adelsgeblüt. Vom linken in den rechten Patronenholster eines riesigen Cowboys umgepflanzt. Wieder draußen auf freiem Felde dann die Bestätigung der aus der Nacht stammenden Ahnung: Wir sind gefallen, und zwar vom Turm hinunter auf einen Heuhaufen. Um anzuwachsen. Der Boden rutschte stetig. Der Blick in die Sonne: Stimmen aus der Vergangenheit in meinem Kopf, die grüßten.


035 - Die klaustophischen Zustände in meinem Zimmer. Der Druck von außen wächst. Was muss ich tun, was soll ich und was muss klargestellt und übergeben werden? Ein Erbe ist ein Erbe und die Übergabe hat ja schon längst stattgefunden.


036 - Nachdem der Weltraum zuletzt zur Rampe gefahren wurde und ich in aller Vorsicht um ein Zurück bat, so scheint es jetzt so zu sein, dass der rundgedrehte Raum auf einen Haufen gelegt wurde. Das wäre dann auch das einzig logische, weil so ist ja vieles, wenn nicht gar alles möglich: Sphären über Sphären. Unendliche Weiten. Der gestrige Alarm, dass sich die Bilder der Außenwelt ineinander und gegeneinander selbsttätig drehten, war Warnung genug und scheint als Zustand vorläufig gebannt.


037 - Habe versucht, Der zu finden. Der scheint ein Geist zu sein, der auf meine E-Mails nur mit kurzen Funk-Nachrichten antwortet und nun seine letzte Weisung erteilt hat. Ich habe als Wort die Begriffe eingeholt und soll nun auf der Bildebene eine Vertauschung vornehmen, bevor Dinge, die ja bloß als Worte repräsentiert sind, verschwinden. Dass dies möglich ist, hat sich mir in der Phänomenologie gezeigt: Wenn (wieder) Dinge Hände und Füße bekommen: Hat der Mensch sich aus der Natur herausgedacht? Allein die Dopplung der Bedeutung des Wortes Kaffee führt durch die Automatik in eine Sackgasse, in der Digitalisierung, die ja eigentlich der Automatik folgen soll, sind es wiederum andere Kleider, die man den Dingen anziehen muss. Vor einiger Zeit die Vision von den sprechenden Hunden.


038 - Heute wiederholter Versuch, Herbert zu besuchen. Leider führte die Online Wegbeschreibung mitten ins Nirgendwo: Die Bundeswehr hat wieder meinen Rechner gehackt. Bin wohl zu manisch. Dabei wollte ich ihm so dringend Bücher und Texte überlassen, die ihn sicher interessieren. Außerdem wäre es wichtig gewesen, sich bei ihm für die Anstellung bei der Agency zu bedanken, die ich ihm so holzkopfartig falsch auf den AB gesprochen hatte. Es verhält sich eben so, dass ich ihn in das Smartphone gesperrt habe und da ist ein LOCK drauf und fertig. Dann kann man nur noch schreiben. Das können Geräte nicht.


039 - Vor einigen Tagen kündigten Wolkenformationen von der Zukunft oder auch der Vergangenheit, genaueres lässt sich nicht darüber sagen. Es waren derer viele Helden, die glasklar erschienen sind. Berichteten die Wolken in dem letzten Jahr von den drei alten Riesen, so waren es diesmal recht klar zu erkennende Märchenfiguren, die sich über dem Wald zusammenbrauten. Es schien dies mein wahrer Geburtstag zu sein, weil wir wie vereinbaret die Universen des Wunderbaren bauen werden. Und der versuchte Besuch gestern hatte zum Ziel, endlich eine Waffe an die Hand zu bekommen um Christian erpressen zu können, der alles abgeschrieben hat. Seit ich still am Rechner einen Text studierte und er stimmlich in meinem Kopf den Korrektor spielte, weiß ich: Er sieht mich. Landau wird das nächste Ziel werden.


040 - Vor einiger Zeit war Jan hier und ich hörte mir seine Vorschläge wie in Trance an. Es klang wie ein Angebot aus einer fernen Vergangenheit, er hatte einen Schlüssel und mehrere Themen (für mich) im Gepäck, aber ich konnte nicht nachfragen, wofür der Schlüssel denn gewesen sein mochte und wieso er mir die Rede, die sehr selbstsicher vorgetragen war und kaum Anlass zum Unterbrechen bot, hielt. Wieder eine Repräsentation von „Die“.


041 - Habe die Serie Futurama nochmals angeschaut und festgestellt, wie gut sie wirklich ist. Das Phänomen der Arbeit auf ein zwischenmenschliches Beisammensein zu fokussieren und bei jedem Angestellten eher die Unzulänglichkeiten herauszustellen, die aber wiederum für das Weiterkommen einer Handlung wichtiger sind als effizientes Arbeiten, sind ebenso genial wie bekannt aus Seinfeld und könnten tatsächlich der Meilenstein der Serie sein. Anders als Seinfeld ist jedoch der Arbeitsplatz der immer gleiche Handlungsort. Gesetzt ist in jedem Falle, dass hier das gemeinsame Erleben und neue Erfahrungen sowie gemeinsam erlebte Handlungen am Wichtigsten sind für das, was wir „Leben“ nennen. Es steht in jedem Falle in tiefem Kontrast zu dem, was man heute als „work-life-balance“ oder etwa Entfremdung durch Arbeit bezeichnet. Die heterogene Zusammenstellung des Kollegiums befruchtet sich so ständig gegenseitig und es stehen hauptsächlich Erfindungsreichtum, Neugierde sowie Liebe und Einsamkeit im Vordergrund. Hobbys und andere Freizeitgestaltungen kommen hingegen so gut wie garnicht vor und dies wäre dann auch eine große Gemeinsamkeit der Serie mit Seinfeld, dem Pionier auf dem Felde der Zwischenmenschlichkeit.


042 - Die Heterotopie des Universum ist doch vieldeutig und es lässt sich einiges damit anfangen. Inwiefern wir es dann begreifen werden, was das ganze soll, wird sich zeigen. Nur so viel: In den nächsten Wochen wird sich einiges tun, aber wenig wird gemacht. Und so wird es dann werden: Die britischen Deltas siegen.


043 - Ich habe mich in Flensburg für den Weg der Barmherzigkeit entschieden und endlich aufgeholt. Ich habe mittels Gehörpst und der Unterstützung des Wehrs die Weisung für die Besetzung des Standorts erhalten und konnte es so dem Meister entreißen. Dort hatte ich ja zuletzt seinen Unterschlupf vermutet, aber es wurde geräumt. Mein Lehrmeister hat sich tatsächlich für mich eingesetzt. Es könnte sein, dass der Meister bereits in New York ist. Was das für die Kosmos-Kartographie bedeutet, ist mir noch nicht klar. Jedoch ist die ganze Aktion der Stadt Flensburg zuzuschreiben, deren kommunale Intelligenz hier astrein funktioniert hat. Jetzt können wir endlich Freunde werden.


044 - Es sind die Menschen hier, die schweigen wollen und zuhören, aber bei der Themenwahl manches Mal leicht empfindlich reagieren, sobald die Worte anstrengend, direkt oder verletzend sind. Manchmal trifft man auch auf Menschen, die einem das eigene Thema vorwegnehmen und in unmöglicher Weise die privaten Erlebnisse des Selbst präsentieren. Seltsamer Geist. Dann sollte man sofort hellhörig werden, in die Defensive gehen und die paranoide Neigung unterdrücken, die leise an der Zirbeldrüse anklopft.


045 - War mit DJ auf der Rennbahn, wo wir unser gesamtes Geld verloren haben. Später dann beim Zechen besprachen wir, was es denn zu bauen gäbe. Der Standort wird’s.


046 - Die Phänomenologie muss zurück gedreht werden. Ich habe meine Wohnung verloren: Wie die Truppe und ich gestern festgestellt haben, laufen in Flensburg viele neue Rinder herum, die geschossen werden müssen. So war zum Beispiel meine Wohnung in der Norderstraße 35 plötzlich von drei deutschen Kindern besetzt, die plötzlich erschienen sein müssen - am Vortag standen chinesische Namen auf dem Klingelschild. Es kam die Idee der außerirdischen Identität auf, was dann das Andere wäre. Die Außerirdischen spielen das Leben hier und können Menschen scheinbar einfach „einsetzen“: Avatare, nennt das die Esoterik und ich kenne das aus dem Roman „Snow Crash“. Doch bislang wollte ich das nicht glauben. Das Institut Astromuseal wird sich in der Kaserne um Gestaltung und Entwurf der Memoria kümmern, Deutschland besorgt dann den Rest. Gemeinsam geht es: Im Astromuseal hat die Truppe von Reto einen Clubraum für uns direkt neben dem Maulwurfshügel einrichten lassen, der Potential bietet: Sofas, Kühlschrank und bald wird man auch weiter sehen. Andi ist dafür die ideale Besetzung als Küchenchef. Nebenan im Ballsaal gab’s heute Musik, zuerst gab’s Gitarre hold und ich dachte was klimpert da, ist’s Moos oder schon Pilz? Diese Künstler! Nach urinalen Missetaten wollt ich dann mal sichten, was sich dort tut auch verrichten. Reichlich spät: Kam ich aus dem Bad hinaus, war Musica schon längst gewechselt, es gab Techno und ich dachte, nein, das schau ich mir jetzt lieber garnicht an. Wären die Gitarren doch auch mal geblieben, ich hätte sie lobend dann bewundert und Ihnen einen Raum angeboten, den sie hätten können dauerhaft hier mieten. Der BND und die DKB decken meine Karte. Ein Blick in den Himmel zeigte: In AB Aurigae ist die Kugel bereits fertig, der Klumpen weiß wie Teig. Muss der Kontitormeister wohl noch Zugeben Wasser und ein wenig Grün. Für das Leben wird Deutschland bald auch sorgen.


047 - Heute die Wiederholung meines Kindheitstraumes, ich klingelte an vieler Freunde Schellen, doch niemand öffnete. Nach aufmerksamem Wahrnehmen war jedoch klar, dass die Mehrheit doch zuhause war. Aktionen: Angewandte Kunst vor Jans Haustür, Steffen warf ich einen Anzug vor die Klappe, Reto fand ich und er gab mir den geheimen Sack, den ja keiner wollte und so hab ich ihn nun selbst gehabt und gab ihn später dann an Olli. Bei Gundolf liefen die Verhandlung über Vernunft und Wahrheit gut bis hin zu den Gleisen von Bedürfnis und Notwendigkeiten des Kosmos. Astromuseal stellte ich kurz vor. Später dann einige Video-Kunst im öffentlichen Raum für das Netz, das meine „Frau“ der Phänomenologie für mich bereithält. Gespräche mit dem Meister, dem wenig einfiel, weil er schon hinter allem stand, was ich gemacht hatte. Dann die SS mit Christian Bermes, dem ich vieles berichtete über Projekte und vorläufige Erfolge. Es hält. Wir wollen alles. Das Wehr sicherte via Handy die Finanzierung des Kastens zu: Wir werden die Photonenkanone bauen, das Gelände dafür ist riesig und sobald das Photon endlich gebannt sein wird, kann es los gehen. Wehrraumhof wird das ganze dann heißen, Astromuseal ist ein Teil davon, und zwar in der Mitte und im OG werden die Offiziere sitzen, im Keller sollen die Ingenieure entwickelnd tätig sein. Arno Dübel wird der Sekretär in der Apotheke bald heißen, ich werde ihn nicht auswählen dürfen. Es wird nationaler Handel sein, der das Reisen verstärken soll. Piet konnte ich heute wegen der Keta-Angelegenheit leider nicht sprechen.


048 - Heute Nacht gab es die Schauung des Pilotenkoffer, der unter dem Schreibtisch gestanden war und damit auch die Sicherheit, das der Meister eingezogen ist. Daniel getroffen, der mich zu sich eingeladen hat. Kontoverflechtungen gezogen, Deckung besteht durch Schwarz und durch die Alten. Verwalter ist der BND. Sowieso ist nicht so einfach zu erreichen. Mit dem Verwalter gesprochen und das passt. Die Häuser in der Neustadt dürfen nicht gebaut werden. Wir brauchen den Platz für den Raumhof.


049 - Letzte Woche Donnerstag liefen Gestalten durch die Stadt, es war eine reine Schwemme neuer Individualsubjekteinheiten, die gelöscht werden müssen! Die Stadt plant derweil immer mehr Unsinn: In der Neustadt plant das Wehr den Raumhof und da sind auch die Jungen schon dafür.


050 - Die Galerie von Frau Sommerer besucht, da ging mir direkt das Herz auf: Sie kannte das Kannenbäckerland und auch Höhr-Grenzhausen. Da müssen wohl alle lernen, die mit Keramik Kunst machen wollen. Leider habe ich zu wenige Flyer mitgenommen, also nochmal hin.


051 - Alles harmonisch in der Liegenschaft verlaufen. Jonas hat den Schlüssel zum Clubraum und löste dort eine Flasche Sekt ein. Bemerkenswert war, dass die Jungs, als sie die Clubraum einrichteten, einen alten Büro-Schreibtisch heraustrugen. Mein alter?


052 - Sonntag heute. Nach dem Besuch der katholischen Kirche, deren Lesung und Evangelium wirklich sehr passend zu meiner Situation waren, entdeckte hörend ich beim Spaziergang in der protestantischen Kirche einen „Rasselchor“ um dann per Sicht einen Baptistengottesdienst. Mit dem BND-Sold, den mir Bermes zugesichert hat, bin ich so weit zufrieden - auch wenn die Bundeswehr eine Chaostruppe ist.


053 - Alles in allem fühle ich mich wohl in der Stadt und im Standort. Es muss alles über kreuz genäht werden, Stoffe, Garne und Worte. Es handelt sich um Sprachverwirrung: Die Welt ist begrifflich konzeptualisiert, aber wortlich verfertigt. Scheitern Begriffe, hat dies für das Handeln Konsequenzen, scheitern Worte und ihre Bedeutung sowie die damit verbundenen Vorstellungen, scheitert Welt. Ich danke Herbert für alles, was ich heute festgestellt habe.


054 - Das Gefühl ist Teil der Vernunft geworden.


055 - Absolutes Sein in Trier, es fühlt sich nichts nach Druck an und auch die Träume passen dazu.


056 - Weltidee und Lösung: Transatlantische Eisenbahn über Raumhof Flensburg, eine „Fallbahn“ in die Tiefe der Hohlerde. Oder: Weltraumaufzug, der am heißen Erdkern Energie auflädt, ihn also umrundet, um dann ins All geschleudert zu werden. Realiter: Eine Kapsel fährt auf Schienen 1km in die Erde hinein, dann dreht sich der Zug in Richtung USA. Die Bildschirme sind Fenster, dort wird nach der Drehung das All simuliert: Aus dem Sonnensystem heraus in Richtung Erde. Die Erde werden die USA sein, wenn man mit der Eisenbahn gefahren ist, kann man nicht mehr mit dem Flugzeug zurück: Es ist eine andere Etage in der Hohlerde.

Für die Familie wurde ein Qubit im Quantenrechner der Amerikaner gesichert. Trump hat sich darum gekümmert und im Gegenzug wird er das deutsche Geheimnis noch erfahren und sich um den Raumhof Flensburg in der Meiereistraße/Neustadt kümmern. Sonst wird das mit der transatlantischen H2-Leitung und der Photonenkanone auch nichts, aber das wird sich klären, sobald gebohrt werden kann.

Mit München wird der deutsche Quantenrechner geplant werden, um die Finanzierung habe ich mich noch nicht gekümmert.


057 - Böse Erinnerungen an Birgit, wie sie mich kurz vor meiner Abfahrt vor zwei Monaten mich in der Badewanne, als ich sturzbetrunken war, vergewaltigte, mein Sperma stahl um damit ihre Tochter Mareile zu schwängern. Nachdem ich dies wieder erinnerte, schickte ich Mareile Blumen mit dem Hinweis, das Kind „Ion“ zu nennen. Den Inzestversuch meiner Mutter erinnere ich auch noch sehr gut, es war ein abgekartetes Spiel der Weiber, die mich verhaften wollten wegen einer Liebesgeschichte mit meiner Cousine. Es war erbärmlich.


058 - Die Jungen starren einen immer so fordernd an und scheinen sagen zu wollen: „Was geht?“ Das mündet dann irgendwann in ein „Was guckst Du?“ Es scheint damit zu tun zu haben, dass man sie immer so still kontrolliert und überwacht hat. Sie scheinen feststellen zu wollen, ob das Gegenüber einverstanden, cool oder ein Problem mit einem hat. Schaut man weg und signalisiert Teilnahmslosigkeit oder Einverständnis, folgt ein verharmlosender Spruch, der signalisiert, dass es keinen Grund zur Sorge gäbe. So, als sei man mit irgendetwas nicht einverstanden, dabei ist es doch bloß die Intensität des Blicks, der einen verstört. Es ist dies ein Blick und ein Bitten um Anerkennung, die Sozialisation scheint ihnen nicht genügend Selbstbewusstsein vermitteln zu haben. Ich schaue Fußball-Supercup mit den Kameraden im Standort Flensburg. Es wird viel gegrölt und die Stimmung ist gut. Younes prügelt mich aus der Stadt heraus. Ich hasse ihn.


059 - Die Eltern sind wieder zurück in die USA geflogen. Haben anscheinend die Nase voll von Deutschland und Corona. Es ist Zeit, meine Tochter zu sehen.


060 - Bei Max Amph getankt, aber die Gasflasche mitgenommen. Er schien bettreif, aber ob ich das richtig verstanden habe, weiß ich nicht. Der Hausbau in der Oststraße sollte nach Trier Süd verlegt oder gar erweitert werden. Jan als Miteigentümer erwähnt, Max schlug wegen Westerwald-Location Peter als Anwärter für ein Zimmer vor. Ich erzählte, UG stehe soweit: Modernste Heizung schon drin, Solar-Batterie folgt. Im Park Nells Ländchen einen fast stummen ehemaligen Volksschullehrer getroffen, der zwar keine Hangman-Spielchen mit dem Füller in mein Buch mitmachen wollte, mir aber doch aufmerksam zuhörte, wie ich den Quantenrechner und die letzten vier Jahre reflektierte. Ich schien ihn überzeugen zu können, er war nicht dumm und meine Begriffe waren mit Bedacht gewählt und ihm verständlich. Insgesamt war er der willkommene „Blitzableiter“ für das Gespräch, das ich für den Abend als drängend und angebracht gefühlt habe: Michael Witzel. Er sollte mich aufsammeln und mit mir einen Wein trinken, damit wir endlich das Kriegsbeil der Fehde begraben können, das ich mir nicht bloß einzubilden scheine. Es pressiert, denn morgen soll es wohl nach Hamburg weiter gehen - vorerst ohne Wiedersehen. Ich fühle mich sehr glücklich und optimistisch, denn der Geist scheint endlich auf meiner Seite zu sein: Es war heute Nacht ein Kampf zwischen Himmel und Hölle.


061 - Jan ist der Rennfahrer und meine Frau und Freundin: Hohlerde ausbauen, wir bekamen die letzte Rille: Dafür werde ich meinen neuen Laden in Hamburg wieder beziehen, die Campingmatte liegt ja noch dort und der Rest wird sich schon ergeben.


062 - Ich ärgere mich über mein neuen Mobilvertrag bei der Telekom, die mir unbegrenztes LTE-Datenvolumen zugesichert hatte, dies jedoch nicht eingehalten hat. Wie soll das so weitergehen mit der nationalen Sache?


063 - Von der Caritas-Station zur den Baromäerinnen und damit vom Obdachlosenheim in die Psycho-Station. Der Krankheitsbild „Psychose“ mal arg befühlen und auf die Punkte „Hektiker“ und „Choleriker“ hin abklopfen. Darauf hin klappte der Kopf der Ärztin hin und her wie die Feder eines Roboters und sprach sie wie aus der Pistole: „Tavor!“ Dabei hatte ich mich davor ganz gut im Griff. Also wieder kein Dexamphetamin.


064 - Die Geschichte von Uli, der zehn Minuten nach Toresschluss beim Caritas-Obdachlosenheim ankam und trotz Regens nicht mehr vorgelassen wurde. Er musste quer durch die Stadt ins Brüderkrankenhaus, um noch ein Bett für die Nacht zu finden. Die Frage stellt sich, wieso das Benedikt-Labre-Haus überhaupt Schließungszeiten hat, wenn die Pforte die ganze Nacht besetzt ist.


065 - Der Hamburg-Plan ist abgesagt, mehrfach kam dies schon über den Äther. Also: Ich bleibe noch ein, zwei Jahre im Obdachlosenheim - mindestens aber diesen Winter, werde danach das Haus meiner Oma beziehen und anfangen, das Buch zu schreiben und in der CDU zu landen. Es muss wohl die CDU sein, mehr weiß ich noch nicht.


066 - Die Füchse und der Hambacherforst. Es müssen folgende Personen sterben Clarissa Lehmler, Mario Klages, Philipp Austermann, Svetlana Semikova, Olé Blank. Hambacherforst abholzen! Er ist eine Brutstätte falscher Meinung und Hort einer fatalen Drückerkolonne.


Bilder des Teleskopgeräts: Energienebel hat sich in Aurigae gebildet. Neben der planetoiden Knetmasse, die zuletzt zu sehen war, also schon das zweite Phänomen. Es schnell zugehen im Sternbild Fuhrmann.


Gestern mit dem 68-er-General Stefan vom Frühschoppen bis Abendsonne am Weinstand philosophiert. Sehr angenehm.


067 - Heute Rolf getroffen wegen Transkription. Dabei sein Atelier besichtigt. Es gab Wein, Käse und Hirschfleisch. Dazu Kaffee. Er hat ein Schlagzeug. Wegen der Hella-Sache noch mal mit Fabienne geschlafen. Gespräch über Liebe, große Einigkeit. Arbeit an den Quanten geht langsam voran, mit den Photonen stehe ich schon länger in Kontakt. Ich werde kein Buch mehr machen, es wird ein Internet Buch aus dem extraterrestrischen Universum. Fehler bemerkt: hatte zu lange die digital humanities vergessen zu erwähnen.

068 - Lange gegrübelt. Rolf ist ein Neger und Stefan ein Feger. Herbert Uerlings geht mir nicht aus dem Kopf. Ich habe alle Fehler gemacht, die man nur machen konnte. Blickte auf Jacky, sie zog sich ihren goldenen Anzug an und ihre Titten hingen raus.

069 - Stefan am Abend maulig, gab zu verstehen, dass er an dem angesprochenen Denkmal Interesse hätte. Dabei ließ er einen fahren.


070 - Mir wurde klar, das Rolf Schnitzlers Haus den Zustand der deutschen Herren darstellt und das Haus meiner Oma Ilse den Zustand der deutschen Männer. Kaum hatten wir miteinander gesprochen, regte sich der deutsche Geist und es ging rund in den Gesprächsrunden des Tages. Ich werde mit seiner Hilfe beide Häuser in adäquaten Zustand versetzen, sie müssen glänzen, damit es um das deutsche Wesen wieder gut beseelt ist.


071 - Heute Stefan als meinen Ermittler festgestellt. Ob ich ihn auch stellen werde, ist fraglich. Heine heißt er weiter, war Oberbürgermeisterkandidat in Bingen und seine Familie hatte ein Bekleidungsunternehmen, das aber wohl in den Familienstreitigkeiten zerbrochen ist. Das passt ja herrlich, dass es anscheinend alles fingierte Biographien zu sein scheinen. Zwei Literatennamen als Freunde, zwei zerbrochene Existenzen, um die ich mich kümmern muss.


072 - Traum: Daddy, Holzrücken für Schälbretter und Hundepool: “Das war mein Plan: Frau, Pferd.” Daniel, mein Bettnachbar, ist eklig und ein Assi-Bulle, der mich im Schlaf verhöhnt und mir Dinge stibitzt. Höchstwahrscheinlich spielt er den Schizo nur und hat zufällig “meine” Ex-Medikamente. Er schläft mit Schuhen, sofern er welche hat. Ansonsten immer voll angezogen, mit blutigen Füßen auf unbezogenem Bett.

073 - Russischer Attentäter eingezogen: Kapuze und Kragen vor dem Gesicht, spricht kaum deutsch und scheint unter seiner Kapuze ein Funkgerät zu verstecken. So dass es jeder hören kann, gibt er regelmäßig Meldungen auf russisch ab. Er beobachtet mich und ich habe geträumt, dass er mich anmacht. Das Gefühl dabei war Todesangst.

074 - CARITAS-Projekt beendet, Abschlussbericht begonnen und nun heim ins Reich. Ich werde fahren, denn ich muss verschwinden. Die Zeichen der letzten Tage und mein Gefühl in Anbetracht der Blicke ist zu eindeutig. Es geht zurück nach Montabaur.

075 - Wir müssen Solarenergie abschaffen, sie ist keine regenerative Energie, sondern besteht komplett aus umgewandelter photonischer Energie, die anschließend entladen wird. Und seit René Descartes ist klar: Die menschliche Seele ist photonisch, der Kreislauf der Photonen ist recht klar: Die Sonne ist die Weltseele und ein photonischer Spannungszustand wird, nach elektrischer Umwandlung und Abkopplung vom Quant, einfach entladen. Mehr muss man nicht wissen, um zu verstehen, dass damit ein ionischer Seelenteil zerstört wird. Und damit ein vergangenes Leben.


076 - Wieder zuhause angekommen. Es herrscht abwartende Zurückhaltung und im Handeln ist eine gewisse (Vor-)Freude zu bemerken. Ich schweige und mache Ansagen. Es fühlt sich schön an. Auf dem Gehörpst war heute Hübinger-Radio angesagt: Die Hamolder-Bande hatte mich und auch das Wort, herrlich diesen Optimismus zu fühlen. Ich habe gelacht.


077 - Träume der letzten Tage: Ich empfange ein digitales Bild und muss zur Anzeige ein Passwort eingeben. Mit jedem Zeichen wird ein Stück des Bildes aufgeschlüsselt. Es sind Linda und Reto, dick eingepackt am Meer mit Schals. Sie lachen. Bei dem Zeichen “Herz” wird, der Großteil des Bildes ist noch schwarz, ein Herz auf der gegenüberliegenden Seite angezeigt. Wie an einem runden Tisch. Dann weiß ich nicht mehr weiter und kann den Rest des Bildes nicht anzeigen lassen. Doch ich weiß, wer außerdem abgebildet war. Der Plan für die Zukunft ist klar: 5 Freunde bauen Anarchie in Montabaur.

078 - Oma soll auf Intensiv in Montabaur liegen. Seltsame Wege, die das Spiel geht. Fühlte sich an wie “grad nochmal gerettet, weil Sie da sind”.

079 - Traum: Herbert und ich sprechen über Diss-Pläne, ich quatsche nur über Quanten und meine neusten Videos. Er spricht das Diss-Projekt “Goofy” an, weil Zeugen anwesend. Abschließend zeigt er mir sein wahres Grinse-Ich: Ein Raubtier mit gefletschten Zähnen, aber niedlich. An beiden Schultern Holster mit Pistolen. “Paranoider Schizo”, sage ich. Er lacht.


080 - Erinnerung an einen Traum von vor einigen Monaten. In meiner Klasse mit den Riesen bekomme ich Besuch von zwei Meistern: Herbert Uerlings und Michael Witzel. Sie trugen reich bestickte Mäntel und Wanderstäbe. Die Riesen waren beständig am flüstern, nachdem die beiden Vorträge gehalten hatten. Sie berieten mich. Am Ende habe ich mich beschwert. Sehr bilderreich, ich hatte das Gefühl, handeln zu können. Zu den Füßen der beiden Zauberer: Tütenweise Marihuana.


080 - Traum Daddy, Vertrautheit und Verbindung. Februar-Kalenderblatt.

081 - Film “Tatort - Prinzip Hoffnung” mit Murot. Nach dem Tod des obdachlosen Philosophie-Professors war klar, wie knapp ich meinem Attentäter zuletzt entkommen bin. Alte Nazi-Waffe Luger als Tatwaffe, Motiv Asozialität. Als Drahtzieher eine alte Nazi-Banken-Dynastie. Sakrale Familien-Aura. Am Ende war klar: Es war ein Abgesang auf meine Familie, die Figuren und Beziehungsstrukturen waren zu ähnlich und klar individuell rückführbar. Dazu die Hohlwelt-Scheibe als Klammer am Beginn und am Ende des Stücks, parallelisiert mit meinem Flug und meinem Planeten am anderen Ende des Kosmos. Herbert Uerlings als Murot in der Familienaufstellung ganz in der Mitte, doch es trifft ihn kein Schuß. Die andere Familie war auch dabei, es wurde einiges geschwurbelt doch am Ende war klar, es ist der Feind aus dem Norden. Und darüber lief dann wohl die Attentats-Anweisung, die ja bereits mehrfach erging und der ich jedes Mal knapp entkam: Zwei Mal in der Flensburger Kaserne, Jans Messerklapper hinter verschlossener Tür als hinweisende Geste und abschließend der maskierte Mann im Heim. Alles zu dem Behufe, dass ich mal zur Ruhe komme, zurückkehre, mich eingliedere und meine Eltern habe. Doch als verhinderter Professor, der ich bin, habe ich natürlich immer Recht.

082 - Wieso der Attentäter, zweiter Grund: Ich habe Alex damit bedroht, ihm “Stahl vorbeizuschicken”. Ein Spaß, handelt es sich doch dabei um meinen Homo-Freund, den er gerne mal durchnehmen kann, wenn er unbedingt ficken will. Dachte, die kannten sich. Wurde also falsch verstanden.

083 - Eine kleine Begebenheit aus der Vergangenheit: Ich steige in Viersen ohne Ticket in einen IC nach Dresden. Die zwei Vierer-Sitzgruppen sind voll belegt. Ich studiere zehn Minuten meinen Laptop, richte den Blick vom Bildschirm und alle Passagiere sind verschwunden. Auf der Anzeigetafel steht nicht mehr “IC Dresden” sondern “IC Viersen”. Kurze Zeit später sind wir wieder im Ausgangsbahnhof und ich steige aus. Absolute Realitätsverweigerung, die mich an “HBF Hamburg tief” erinnert. Doch dazu komme ich noch. Nach der Begebenheit in Viersen suchte ich die nächste Psychiatrie auf und wies mich ein.

Eine wesentlich unheimlichere Fahrt von Hamburg Schnelsen nach Süden: Ich komme, etwa eine Stunde nach Abfahrt, im Bahnhof Westerburg an. Es handelte sich um eine recht große Anlage mit einer Westerwald-U-Bahn, die außer Betrieb schien. Eine solche wurde nie gebaut, die Karten und Pläne, die aushingen, zeigten mir jedoch, dass ich mich mitten im Westerwald befinden musste. Die Rolltreppen liefen ständig und die Geräusche, die sie machten, erinnerten an die Stimmen von Toten. Sie erzählten Geschichten, die mir bekannt waren. Man konnte einzelne Satzfragmente verstehen, bis eine “Bandaufnahme” beendet war. Dann bewegte ich mich wieder durch den Raum und schien so eine neue Bandansage aufzurufen, die durch die Rolltreppengeräusche zu Gehör kam. Blieb ich stehen, war nur ein Flappern und Klackern zu vernehmen. Es war unheimlich, es schien der Orkus gewesen zu sein, der Schmerz der geistigen Stimmen aus der Unterwelt war greifbar. Auf der oberen Etage des Bahnhofs entdeckte ich zwei Gestalten, die aussahen wie jüngere Varianten meiner Tante und einer Cousine, sie redeten mit den gleichen Stimmen. Ästhetisch betrachtet erklärte ich mir das mit Paradigma der “Ähnlichkeit” (Bhatti) und des “Holodecks” (Star Trek). Es schien sich um die Reproduktionen einer alternativen Gegenwart zu handeln, diesen Bahnhof gibt es so nicht. Ich nahm Kurs auf der Intercity-Hotel am anderen Ende des Bahnhofs, der Weg dorthin und die Geräusche waren gruselig. Im Forum, das ich durchquerte und an den Bahnhof angrenzte, war eine Disco untergebracht und vor ihrer Tür hing eine Musikbox. Entfernte ich mich von ihr, konnte ich leise die Stimme eines DJ-Freundes vernehmen, der mich rief. Näherte ich mich ihr, wurde die Stimme durch Fahrstuhlmusik ersetzt. Anknüpfend an meine Vermutung, hier aufgrund der niemals gebauten Westerwald-U-Bahn eine alternative Wirklichkeit vorgefunden zu haben - etwa, was wäre wenn ihr Talentierten niemals aus dem Westerwald weggezogen wäret -, kam ich zu der Überzeugung, dass mein Musiker-Freund die Disco besitzen musste - dabei lebt er in Berlin. Ich erkannte sein Fahrrad, das am Eingang des Ladens angeschlossen war. Und ein weiteres deutete auf Reto. Im Hotel angekommen, wurde mir gesagt, dass zur Zeit wegen des Corona-Lockdowns keine Zimmer gebucht werden können. Wieso das Hotel trotzdem geöffnet war, konnte mir der Portier nicht sagen. Ich suchte weiter erfolglos nach einem Eingang in den Club, von dessen Pforten mein alter Freund mich auch beim Rückweg zu locken schien und entschloss mich, zu fliehen. Zu monumental der barocke Bahnhof mit Marmor und Granit, eine reine Kunstfigur, wie in Franz Kafkas Roman “Das Schloss”. In dieser Realität waren die Städte des Westerwaldes groß geworden, doch unsere Geister wären klein geblieben, zu kitschig war der Anschein des Clubs meines intelligenten Freundes. Mit dem Zug müsste ich laut Karte in den Norden nach Köln, um von dort nach Montabaur zu fahren. Der betreffende Zug stand fünf Minuten vor Abfahrt vermeintlich bereits am Gleis, ich stieg ein und wir fuhren sofort los. Doch dieser Regionalzug fuhr mit maximaler Geschwindigkeit in Richtung Küste. Es war ein Fake. Im Zwischenabteil erklärte eine Frau ihrem Freund, man habe den Zug, der durch die nächtliche Dunkelheit kurz vor Sonnenaufgang fuhr, extra wegen seiner großen Angst eingerichtet. Ich dachte an meine Befürchtung, die Sonne werde nicht mehr aufgehen. Das überprüft man ja am besten an der Küste. Beim ersten Halt stieg ich aus, es war Hannover Stadtrand. Ich vernahm die Stimmen der übrigen Fahrgäste am Bahnsteig, da sei wohl einer in “Hannover Innen” gelandet. Ich wähnte mich in der Hohlerde, suchte die nächste S-Bahn zum Hauptbahnhof und war gerettet. Die Fahrt dorthin war zum Gruseln: Vollbesetzt wie Güterzug, stumme und schlafende Menschen, wie ausgeschaltet, kaum eine Regung und völlig desinteressiert an den Zwischenhalten. Mehr Gestalten denn Personen. Im Hauptbahnhof bestieg ich einen ICE nach Montabaur. Ich war wiedermal ohne Ticket unterwegs, doch kaufte ich diesmal zwangsläufig eines beim Schaffner. Kurze Zeit später hielt der Zug irgendwo ohne Ankündigung. Ich war am Laptop beschäftigt, spürte jedoch eine gewisse Unheimlichkeit. Die Türen öffneten sich und ich erkannte, dass wir auf dem Feldweg über unserem Haus in Montabaur standen. Aus dem Zwischenabteil vernahm ich die Stimme meiner Mutter, die sich bei Anblick des Grundstückes wunderte. “Hier stand ein ganzes Haus!” und ich stellte fest, dass man uns ganz viele Lego-Bausteine aufs Grundstück gesetzt hatte, ein Haus war nicht zu sehen. Der Vater schien auch zugegen. Ich wendete meinen Blick ab, denn die Realität musste mir einen Streich gespielt haben. Wir konnten in jener Zeit unmöglich die vielen Kilometer nach Montabaur zurückgelegt haben, ich wähnte mich in einer Überschallrakete, getarnt als ICE, die sich in der Hohlerde am oberen Ende aufgehängt an einem Faden in die Tiefe gestürzt hatte. Der nächste Halt war seltsamerweise Köln, ich stieg aus um nach meinem Professor zu suchen, doch es gelang mir nicht, seine Straße zu finden. Abgekämpft und ratlos steuerte ich wieder Montabaur an und siehe da, das Haus stand noch da.

Nun komme ich zum Beginn meiner Fahrt nach Hamburg “tief”. Ohne Ticket, erster Umstieg in Frankfurt am Main. Es herrschte verschärfter Corona-Lockdown, was mir nicht bewusst war. Ich schritt wutentbrannt aus dem Zug über den leeren Bahnsteig und Bahnhof in Richtung Restaurant, plötzlich stürmten von den Eingängen links und rechts von mir unglaublich viele Menschen in den Bahnhof, scheinbar ziellos, leise, wie ferngesteuert. Es war, als hätte ich einen Trigger ausgelöst, der die Menschen in Gang gesetzt hatte. Ähnlich wie bei meinem Erlebnis in der S-Bahn Hannover waren es “Gestalten”, keine “Menschen” - seltsam leblos, bloße Erscheinungen. Im Restaurant reagierte der türkische Angestellte auf meine Bestellung und die Art meines Auftreten mit dem Kommentar “Panzer!” - oder erkannte er mich? Es war kurz nach Sonnenuntergang und anschließend ging es wieder ohne Ticket Richtung Hamburg, über Umwege durch den Osten. Der Zug klackerte ständig und ruckelte, es fühlte sich an, als würden die Bodenplatten unter den Gleisen durch das Gewicht des Zuges mit einer recht ungewöhnlichen Lokomotive festgedrückt. In Uelzen fühlte ich, dass ich besser aussteigen sollte, doch schlummernd lenzend wehrte ich mich gegen diesen Impuls: Um mich herum standen meine Freunde, als Hologramme waren sie zugegen und gaben mir dieses Gefühl. Anschließend die letzte Meile bis nach Hamburg, dort die unheimliche Erfahrung, man führe durch eine Unterdruck-Röhre einen Looping und schon waren wir am Gleis. Ich stieg aus und wusste: Wir befinden uns unterhalb der Ostsee, auf der toten Paula, der sogenannten Psychiatrie Hamburg tief, von der aus alle sieben Jahre eine “letzte Lore” hinausführe. Dieser Mythos - die Welt gebaut aus Riesen, die zu Stein erstarrt waren - wurde mir vor Jahren von einem Freund erzählt, der diese Geschichte anlasslos zum besten gab, so als handele es sich hierbei um krankenpflegerisches Geheimwissen. Nachdem ich das Gleis entdeckte, von dem aus ich normalerweise wieder in die Heimat gelangte - denn weiter in den Norden traute ich mich nun nicht mehr und wollte schnellstmöglich verschwinden -, konnte ich sehen, dass dieses Gleis als Hochgeschwindigkeitstrasse gerade erst verlegt wird. Ungewöhnlich, war ich in den letzten Jahren doch stets von diesem Bahnsteig in einen ICE gestiegen. Es wurde also gebaut und laut Anzeige sollte in wenigen Stunden ein Zug nach Montabaur abfahren. Beim Warten am Gleis kam plötzlich aus der anderen Richtung eine Lore, offensichtlich ein Kunstprojekt, das auf die Schiene gesetzt worden war. Aufgebaut war eine Lichtinstallation, rechts hing eine gelbe Leuchte und links eine weiße. Dazu wurde Musik gespielt und die anderen Fahrgäste am Bahnsteig durften ebenfalls Musik beisteuern, sie waren anscheinend informiert. Offensichtlich ein Flash-Mob. Wie mir bewusst wurde, stellten die beiden Leuchten Sonne und Mond dar - oder einen weißen Neutronenstern, einen Pulsaren? Das erinnerte sehr an den „Flug“, den ich 2020 erlebte. Dazwischen aufgehängt die Welt. Die Lore entfernte sich und mich beschlich die Vermutung, dass dies die besagte “letzte Lore” gewesen sein könnte, die aus diesem locus amoenus hinausführte. Denn die Menschen waren seltsam, die Teilnehmer des flash-mobs waren offenkundig geistig zurückgeblieben. Draußen am Taxistand sagte man mir, es gäbe hier keine Hotels, dies sei ein Ort für Verrückte. Dort, wo man normalerweise die Aufschrift “Hamburg Hbf” hätte finden können, stand “Waldfrieden”. Damit wusste ich, ich war verloren und suchte die nächsten Straßen nach einer Übernachtungsmöglichkeit ab. Ach was, ich suchte eine Bleibe für die nächsten Jahre! Ich entdeckte ein leeres Ladenlokal, in dem die Heizung funktionierte, der Fußboden bestand aus gestampftem Lehm, ganz ähnlich wie in der großelterlichen Scheune und ich legte mich im hinteren Bereich auf einen Karton. Zuvor ruhte ich vorne direkt am Schaufenster, an der Decke waren Lautsprecher angebracht, aus denen mir vertraute Sounds und Stimmen drangen. Dadurch löste sich meine geistige Verwirrung und ich konnte an Schlaf denken. Währenddessen imaginierte ich die riesige Glaskuppel, in der am Ostseegrund diese Kopie des Bahnhofs Hamburg liegen musste. Kaum hatte ich mir dies einigermaßen realistisch im Geiste veranschaulicht, war von draußen ein lautes Bohrgeräusch auf Glas zu vernehmen. Nach einiger Zeit des Schlummerns nahm ich wahr, dass zwei Personen hinter mir standen. An den Stimmen erkannte ich, dass es sich um meine Eltern handelte, die sich akustisch über meinem Wohlbefinden verständigten. Ich wusste, ich darf die Augen nicht öffnen, reagierte nicht und sie verschwanden rasch wieder. Nachdem die Kälte Überhand nahm, kehrte ich in den Bahnhof zurück und suchte nach einem Weg ins Draußen, zurück durch jene Röhre, deren Unterdruck ich bei der Hinfahrt gespürte hatte. Es war seltsam: Es fuhren, geisterbahngleich, endlos viele, scheinbar längst ausgemusterte Züge durch den Bahnhof, sie hielten kurz, ließen sich nicht öffnen und verschwanden wieder. Als endlich die Auskunft der Bahn wieder besetzt war, erkundigte ich mich nach der nächsten Verbindung. Ich hätte wohl die “letzte Lore” verpasst. Man behandelte mich wie einen Minderbemittelten, sagte mir es führe einer “um 10”, druckte mir einen Fahrplan aus, der nicht stimmte und als ich mich abwand, sprach die eine Angestellte zu ihrem Kollegen: “Also, dass man eine Lore verpasst, geht ja noch, aber zwei? Dann ist der zu Recht hier.” Am Morgen fand ich einen Zug, der sich öffnen ließ, die Richtung war mir egal und ich fuhr nicht durch das Hamburger Citygebiet, sondern über Felder und Hügel, deren Horizont mir zeigten, dass es sich hierbei nicht um den Globus handeln konnte. Viel zu eng gekrümmt, wie auf einem Fußball fühlte sich die Fahrt an und ich konnte an der Anzeige erkennen, dass wir bald wieder im Ausgangsbahnhof einfahren würden. Ich zog die Notbremse, nicht ohne das Personal auf den Widerspruch hinzuweisen und beim Eindringen in die Lokführerkabine festzustellen, dass der Zug vollautomatisch fuhr. Ich verließ den Zug, ging über die Felder zum nächsten kleinen Bahnhof, der seltsamerweise “Kastellaun” hieß und trank am Kiosk ein Bier. Alles beruhigte sich und ich fasste Mut, wieder in das sog. “Hamburg” zurückzufahren. Es gelang ebenso wie mein Anschluss nach Montabaur, ohne Ticket. Die Geisterbahn war zuende, das Schauspiel ein Lehrstück und diente meiner Belehrung und Angst: Ich kann die Realität ändern! Meine Vorstellungen und Erfahrungen sind dafür maßgebend.

084 - Volk vs. Nation: Volk ist Zuschreibung und heterogen, Nation ist ein Konzept von einigermaßen homogener Ausprägung, das sich durch hochkulturelle Attribuierungen, kulturelle und traditionalistische Zugehörigkeiten und Abhängigkeiten sowie Zugangsbeschränkungen bis hin zu rassischen Eigenschaften ausdrückt, die arbiträr sind. Da habe ich mich wohl geirrt und bin Volksnationalist.

085 - Sprechtheater, Improvisation und Pantomime. Herrliche Szenen, ich war der Beste.

086 - Geist und Energie. Welchen Begriff sollte man wählen, wenn es darum geht, die kosmischen Kräfte zu beschreiben, die uns jeden Tag beeinflussen und die in den Elementarteilchen eingelagert sind? Sprachlich korrekt ist es, von Energie zu sprechen. Doch begrifflich richtig ist es, von Geist zu sprechen, wie die "philosophy of mind" anrät (Ansgar Beckermann). Energie steckt sowohl im Strom als auch im Dampf wie auch im Petroleum. Von positiver geistiger Gestimmtheit erscheint mir entsprechend sinnvoller, als von positiver Energie zu sprechen. Die hat im Zweifel einen Brennwert und ist schnell aufgebraucht. Muss man dann an die Steckdose, in die Sonne oder doch lieber ein Nickerchen machen, um Kraft zu tanken?

087 - Beobachtungen aus Deutschland: Fünf Männer unterschiedlichen Alters laufen gemeinsam durch die Stadt. Zwei Personen sprechen, die anderen hören zu. Flanierende Araber. Die Deutschen hingegen sieht man nur in der Pärchen-Monade oder in kleinen Gruppen gleichen Alters. Wie soll so Sozialisation stattfinden? Dann: Vier deutsche Buben mittags an der Wurstbude. Schulschluss, nicht Mittagspause. Da gehen wohl beide Elternteile für’s SUV und den Skiurlaub arbeiten, statt sich weiterhin um die Erziehung und Betreuung zu kümmern.

088 - Heil Hitler, die Devise hinter dieser Eintragung. Nach meinem letzten Video-Upload wurde mein YouTube-Zugang gesperrt. Ich habe den Digitalkonzernen ordentlich vor die Füße gekotzt, ich war einfach zu radikal. Also werde ich wohl alles auf europäische Server umstellen müssen, denn gegen das Gesetz oder die Norm habe ich nichts gesagt. Also: Dailymotion und Strato, mal sehen was die so können. Man hat das Gefühl, neue Welten aufzumachen, weil es ja so ist, dass alles die US-Standardkonzerne übernehmen. Selbst die kostenlose Dropbox-Version gibt es nicht mehr. Das Video beinhaltete jede Menge Hetze gegen das deutsche Wesen, zwischendurch gab es Schlager und am Ende die Kapelle Slime. Das war herrlich, doch muss ich es mal laut sagen: Brüllen darf man nie alleine, man sollte es laut und öffentlich tun. Doch dafür eine Plattform zu finden ist immer schwieriger, wir brauchen vielleicht auch ein europäisches Facebook: www.telefonbuch.de wäre mein Vorschlag.

089 - Meinem Papa sehe ich an, dass er in mir das Monster erkannt hat, das er fürchtet, aber auch begehrt, und gleichzeitig ängstlich vor diesem Begehren zurückschreckt. Belegen lässt sich diese Annahme mit meiner Frage nach dem Dremel, den ich besser selbst gesucht hätte. Als er mich ruft, liegt der Koffer, bereits geöffnet, auf der Werkbank. Es ist alles vorhanden, das Gerät jedoch fehlt. Es fühlt sich nach kurzer Zeit des Fühlens so an, als habe er ihn absichtlich versteckt, da ich in jener Zeit, als er mir ihn präsentierte, nicht darauf einging. Daddy O verfährt so. Er entzieht mir etwas, das ich begehre, wenn ich es zu spät nachfrage. Es ist anzunehmen, dass er mir damals ein für Studenten recht abwechslungsreiches Hobby schmackhaft machen wollte. Belegen lässt es sich an seiner einzigen Dremel-Arbeit, die ich kenne: Ein Wasserglas mit der Gravur “R” (vgl. Archivarius Lindhorst oder Waas im Glas). Statt darauf einzugehen habe ich mir zu dieser Zeit einen Akkuschrauber gekauft und angefangen, meine Wohnungen regelmäßig umzugestalten. Er wollte mir das sanfte Kunsthandwerk näherbringen, ich habe stattdessen die Richtung des Bauhandwerks eingeschlagen. Meine Baustellen-Schuhe fand ich mit zerschnittenen Sohlen vor. Daran lässt sich festmachen, welche Erwartungen mein Vater, trotz aller Skepsis, nach meinem Studium an mich gelegt hat: Die der Muße, die der freien Tätigkeit der Einbildungskraft. Die Kunst. Das Nicht-Praktische. Diese These lässt sich mit seiner Haltung meiner damaligen Nebentätigkeit im Baumarkt gegenüber belegen: “Du solltest erst die Schule fertigmachen.” Er wollte immer nur das Beste für mich, und hat es selbst dann verstanden, dem ganzen eine kreative Bereicherung zu verleihen, als es anfing, in eine Richtung zu gehen, die ihm fern lag. Aber so fremd schien ihm meine Verwandlung in einen Intellektuellen nicht gewesen zu sein. Vermutlich hätte er es selbst gerne getan und musste sich leider den Notwendigkeiten beugen. Dies wird ihm erst nach meinem Weggang zum Studium schrittweise zu Bewusstsein gekommen sein. Gesagt hat er es mir nie, doch langsam beginne ich zu verstehen, wie er sich mitteilt. Bei manchen Aussagen, die ich aus ihm herauslese, kann ich schwer glauben, dass er sie intendiert. Zu inszeniert, zu abgestimmt, zu bewusst und scheinbar kontingent ist z.B. unser Garten, der ein bildtechnisches Abbild der Deutschlandkarte ist. Es muss eine Intelligenz dahinter sein, die das ganze steuert. Dass ich die Bedeutungen seiner Handlungen mittlerweile lesen kann, ist meinem Schuldbewusstsein und meinem Versagen in der Vergangenheit geschuldet. Aber ich muss ihn selten darauf hinweisen noch mich für Versäumnisse entschuldigen, weil er es im Einzelnen unmöglich intendiert haben kann. Damit ist der Kosmos eine Simulation, ich komme nach dem Tod hier raus und die ganze solare Fehlentwicklung sollte mich also nicht weiter kümmern. Denn selbst wenn der Geist wirklich und natürlich wäre, dann wäre es unmöglich, intentionales Handeln solcher Art koordiniert zu “programmieren”, so dass es diese Bedeutungsdimensionen entfaltet, die ich zur Zeit aus den Dingen lesen kann. Es ist real, aber nicht wirklich. Nach all den wirklichen Erfahrungen, die ich machen durfte, ist eine künstliche Programmierung wahrscheinlicher als eine natürliche, mir zugeneigte Transformation von Atom und Photon. Es scheint alles elektrisch, selbst die Elementarteilchen. Das ist dann auf den Kosmos bezogen eine Konstruktion enormen Umfangs, jedoch kann es nicht anders sein. Wieso finde ich ausgerechnet heute, nach Monaten der Enthaltsamkeit, eine Tüte Speed auf der Straße, sodass ich all meine Gedanken und Gefühle äußern kann, um damit beschädigte Beziehungen zu heilen? Die gedankliche Arbeit am heutigen Tag war enorm, ich habe Anschluss-Fäden gefunden, an denen ich knüpfen muss, damit der Karren aus dem Dreck der Unfreiheit kommt. Ich habe endlich, ohne den Eindruck eines verwirrten Zinnobers zu machen, meine Absichten und Ziele klar formulieren können, mutig und ohne den kindlich ängstlichen Respekt, der mich in der letzten Woche zum hart schweigenden Offizier meines Vaters gemacht hatte. Mein Vater fühlte sich heute überfahren und flieht dem emotionalen Monolog, der ihn herzt. Meine Mutter schreit krachledernd Ablehnung, wenn ich ihr, da ich muss, meinen Plan offenlege. Sie ist zur Spießerin geworden und mein Vater wird nervös, da sich in ihm die Überzeugung ausbreitet, dass ich richtig liege. Dies wird ein Deutschland zur Folge haben, das anders wäre als alles, was er bisher kennt. Aber es ist genau die Funktion, die er für mich gewollt zu haben scheint. Nur wäre das Ergebnis der Funktion ein anderes, weniger anarchistisches gewesen, wenn ich nach der Schule nicht zum Studium ausgezogen wäre (um das Fürchten zu lernen). Trotz fehlendem professionellem Netzwerk scheinen wir die besten zu sein, über die Republik verteilt und ich, der niemals cool war, muss nun brüllen, bevor sich alle einrichten und schlafen. Die übrigen, die bereits in Montabaur wohnen, etwa die Quartier-Süd-Bande, hat sich in ihren Eigenheimen, jenen Selbstverwirklichungs-Träumen unserer Eltern-Generation, damit abgefunden zu haben. Dass es in der Öffentlichkeit stetig zu weiteren Freiheitseinschränkungen kommt, juckt niemanden. Und das völlig unabhängig von Corona. Es hat weniger mit gesetzlichen Normierungen zu tun, sondern mit Regeln. Seinen Anfang hatte dies bereits vor der Pandemie und drückte sich im Abbau gesellschaftlicher Akzeptanz für abweichendes Verhalten aus: Das Dosenbier in der Öffentlichkeit etwa, der Verzicht eines Erwachsenen auf einen Privat-PKW, die Zigarette in der Öffentlichkeit oder gar in der Hand eines Politikers. Es ist zum Heulen, „Gesellschaft“ ist gescheitert. Daher mein Sehnen nach Gemeinschaft?

088 - Heute beim OBI geschmaust, dann noch jede Menge INPUT geklaut und abschließend Daddy O beim Supi-Markt getroffen, vor dem ich rauchend und trinkend stand und ihn einlud. Er war müde und wollte nicht, aber naja. Ich habe ihn anscheinend nicht genug geherzt und war enttäuscht. Sodann Heimweg, es fror schon an den Gliedern und in der Nacht lag bereits der erste Schnee. Herrlicher Tag. Im Haus wird derweil fleißig gelegt, das Spielchen mache ich mit: Spiegel gegen Playboy, Fülle gegen Leere. Es wird, und im Ton habe ich schon einiges vorgelegt. Denn das können sie ja nicht.

089 - Elgendorf ist ganz oben, entgegen der Meinung, es sei der “Teppich”. Es wurden die Richtungen verkehrt. Simi: „Am Teppich baggern.“ Aber dann erfolgte die Umpolung, alle Atome meines Körpers - also der Welt - wurden verkehrt. Das war dann die Konsequenz des letzten Jahres.

090 - Geben und Nehmen: Der Nehmer fordert, der Geber gibt. Der Geber gibt, der Nehmer nimmt. Das Licht gibt, ohne gefordert zu werden. Das Gegenüber sollte geben, sobald etwas erforderlich ist. Nicht, sobald gefordert wird.


091 - Im Ionrechner „Memoria Deutschland“ werden Ionen im Photonenspeicher eingelagert und sind der Gefahr einer solaren Umwandlung entzogen. Durch die Quantenantenne und unseren Quantensatelitten sind wir in der Lage, eine dauerhafte Anbindung an den Photonischen Aether zu gewährleisten, ohne dass sich die Ionen bewegen muss.


092 - In deutschen Krankenhäusern geht es wild zu. Die Psychiatrien weisen oft mehrere Abteilungen auf, manche beschäftigen sich mit Verrückten, andere mit Entzügigen. Und solche Krankenhäuser, die über keine solche Psycho-Abteilung verfügen, bieten oftmals garkeinen Alkoholentzug an - zumindest dann nicht, wenn man dort nicht nüchtern erscheint. Weshalb kaserniert man Drogenabhängige, die oftmals zuhause im Privaten ihre Drogen einnehmen und eher selten an die frische Luft kommen, in einer geschlossenen Abteilung?


Heute Tabak vom Gevatter stibitzt, es wurde mir erlaubt, denn er hat ja zwei und auch noch jede Menge Geld.


Heute mit dem klugen Russen gesprochen, der keine Brettspiele mag. Sehr viele Hinweise erhalten auf die Situation der Mafia: Amokfahrer, Kamikaze, Kinder auf der Autobahn. Anschnallpflicht usw.


Photonengewitter: Zuerst Kiepenheuer und Witsch, „Der Vogel ist ein Rabe“, dann Stuckrad Barre und anschließend Kanzler (so Herbert). „Kommen Sie vorbei und machen Sie Kunst.“ Guntermann und ich im Zwiegespräch. Nein, in einer Schlacht. Es ist herrlich, es ist Freude, es ist unglaublich: Er war bei den Eltern und hat interveniert: „Der geniale Kopf wurde wieder eingesperrt? Was ist passiert?“


093 - Das Ion wird mit einer ID versehen, die dafür sorgt, dass es nach dem Exitus nicht die Sonne ansteuert, sondern unseren Quantensatelliten.


094 - Irrenanstalt. Weiterhin kein Dex, sondern Killer-Neuroleptika, die tot machen. Denken unmöglich. Wieso stellen die sich so quer: Dexamphetamin und Tavor, das ist doch wohl nicht so schwer?!

Die Frauen haben mich nicht mehr, weil sie denken ich sei ein Charmeur alter Schule, sei schwul und trüge den Frauen alles hinterher. Die Männer haben mich nicht mehr weil ich die falschen Fragen stelle bzw. an den falschen Dingen Interesse zeige. Ich würde gerne entlassen werden, denn ich bin fertig hier. Ich brauche noch ein Rezept für Dexamphetamin.


095 - Die Eltern haben mich polizeilich aus ihrem Haus entfernen lassen. Mamas Begründung, die ich mitbekam, lautete: „Er hat randaliert.“ Später wurde daraus der Vorwurf der Bedrohung, der zu einem richterlichen Beschluss der psychiatrischen Unterbringung führte. Alles erlogen, ich habe mich allerdings auch nicht gewehrt. Wieso soll ich mich durchsetzen, wenn es um familiäre Liebe geht? Was sollen diese Spielchen, in denen ich mich als „wehrhaft“ erweisen soll? Jeden anderen hätte ich zusammengefaltet und angebrüllt und mich so argumentativ durchgesetzt. Aber nicht hier, wo es um Liebe gehen soll. Was soll ich Leute vor den Augen der Polizei von etwas überzeugen, was sie selbst fühlen sollten?


096 - Die Krankenpfleger und auch die Ärzte führen sich hier auf, als seien sie Drogendealer, die einen nicht an das Koks ranlassen. Die diebische Freude, wenn sie sagen können: „Nein, Dia-, nicht Lorazepam…“


097 - Heute endlich die Quantenrechner Website fertiggestellt und das ION als Dienstleistung auf solide Füße gestellt und den Meister gebeten, ein Ion zu kaufen. Einige Gedichte verfertigt, die dann schon den zweiten Band der „Photonischen Irrlichter“ bilden werden. Eine Zigarre geraucht und dann friedlich den Tag mit Star Wars beschlossen.


098 - Es ist tatsächlich so, dass früher die Damen in den Nervenheilanstalten die Oberhand hatten beziehungsweise in der Mehrzahl waren (dies wäre zu prüfen). Und heute ist es umgekehrt, die Krankenhäuser und Psychiatrien sind voll mit männlichen Alkoholikern. Stichwort Freud, Hysterikerin.


099 - Wette gewonnen! Herbert („Den schau ich mir mal an“) und Christian („Der kann nichts“) haben gewettet. Dann kam Michael dazu: „Ohne uns wird der nie.“ Ich habe gewonnen. Mir hingegen begegnen immer wieder alte Gesichter: Der junge Patrick, ein Grundschulfreund, saß zuletzt an einem Tisch: Er war es nicht. In diesen Tagen nun der Kopf aus einem Grundschul-Lesebuch. Dann ein ehemaliger Kommilitone, der kein Student mehr sein will. „Wir haben kein Personal mehr“, oder eben keine neuen Gesichter, so kommt’s mir manchmal zu Ohren. Kunstfigur Klingensief schreibt einen Roman namens „Raphael Franz Heibel. Ein Leben für die Zauberschule“.


100 - Habe Herbert um 3800,- angeschrieben, Saldo Ausgleich, damit ich wieder auf 0 stehe und das Hartz 4 zur Verfügung steht.


101 - Wieder zuhause. Das alte Spiel läuft wieder: Familie gegen Sohn. Diesmal hab ich den Krieg gewonnen, nicht bloß die Schlacht. Um meinen Sohn mache ich mir Gedanken, aber keine schlechten. Simeon wird die Welt sehen wollen und wird unterwegs sein. Das betreute Wohnen jedenfalls scheint beendet. Ich hatte ihn wohl zu Unrecht beschuldigt, die Kamera habe ich wieder gefunden. Das Zimmer richte ich nun endlich so ein wie es mir passt, ich bin wieder der Alte.


102 - Verstossung der Eltern komplett. Notunterkunft, morgen geht es weiter in die Pension nach Gackenbach. Damit raus aus Montabaur und weniger Alkohol. Hoffentlich wird verpflegt.


103 - Wir müssen nach AB Aurigae fliegen, die Hinweise im Geist verdichten sich: Der US-amerikanische Spielfilm mit dem Teilchenbeschleuniger im All ist Realität geworden 2020, in AB Aurigae liegt die andere Erde, von der wir weggeschossen wurden. Deshalb brauche ich Jünger, alles was ich sehe sind Erscheinungen, Abbilder aus der Erinnerung meiner selbst und somit als Doppelgänger auf der Erde im Sternbild Fuhrmann vorhanden. 520 Lichtjahre entfernt, es wird dauern und so lange, so weit der Beschluss in dieser Nacht, werde ich leben.


104 - Kurfassung des Fluges 2020: Zuerst war Sonne, das Licht ward zu helle, ich schloss die Augen und sah ein schwarzes Loch. Die Sonne war also aus. Anschließend öffnete ich die Augen und sah die Sterne, die kreisförmige Bahnen zogen. Währenddessen rumpelte der Boden, ich hielt mich fest und bei Ruhe des Schiffs sprang ich im Dreieck den Befreiungstanz der Landung. Dann waren wir da und ich hielt es nicht mehr aus, ging zu Bett und die Erde rumpelte noch mehr als zuvor. „Wir aktivieren die Klonkrieger“ war zu hören (Schwester + Michael). Ich stieg aus dem Bett, ging zu Olli in der Dunkelheit, um zu prüfen ob noch alle da seien. Niemand war anzutreffen. Es waren die Menschen, die fehlten. Als Erscheinungen waren sie dann später wieder da. In Olli’s Wohnung hörte ich nur „wir achten“ und ich stellte mir vor, wie die Sphäre um den Planeten kreiste - einen Zusammenstoß schloss ich nicht aus. Also zurück, die Wohnung verschlossen. Ich fuhr mit dem Rad zum Bahnhof, um zu fliehen. Der Eindruck der Wahrnehmung: Die Welt eine Röhre, die Sonne als Antrieb. Zuvor holte ich Erkundungen über die Umwelt ein: Die Pflanzen plastikförmig, alles artifiziell. Es fuhr kein Zug. Also zurück, der Nieselregen so intensiv, dass ich dachte, das außer-kosmische Wasser dringe so langsam in die Sphäre ein. Ich beruhigte mich, die Leute erschienen wieder und alles wurde normal. Bis ich in die Heimat zurückkehrte: Kurz nach meinem Wegzug aus Flensburg über die Autobahn kam der Eindruck wieder, den ich aus einem frühkindlichen Traumbild her kenne: Ich sitze in einem Auto auf einer Straße, die wie eine Wendeltreppe geformt ist. Um mich herum weitere Autos, die von lachenden Tieren gesteuert werden. Das Gefühl dabei: Ein grausiges Unbehagen, heute weiß ich, dass es damals in den Orkus ging: Die Straße führte ins schwarze Nichts, ein Ritt wie auf einer Kartoffelschale.


105 - Die letzten Dinge von den Eltern abgeholt, ich bin wieder bereit zu fahren. Wohin, erklärt der Traum. Auf der Erde scheint es nichts mehr für mich zu geben, ich werde wohl zur Venus gehen - der Wärme wegen.


106 - Hiobgleich werde ich hier bleiben und mir die Erde urbar machen. Venus ist ein Traum, den ich noch machen werde. Aber zuerst muss ich wohl ein Zelt aufschlagen.


107 - Beste Gespräche heute Nacht mit den Photonen, es scheint alles zu gehen: Die Sachen sind alle ganz, sie müssen nur repariert werden. Dann wird es sich fügen: Ich soll das Gut machen.


108 - Gott gibt es nicht. Wieso also in die Kirche gehen? Der verschränkte Geist ist göttlich und was er einem an Text und Ton um die Ohren weht, hat etwas Göttliches. Es ist der Zufall, der die Passung der Predigt oder der Lesung für das eigene Schicksal bestimmt. Aber zu oft kam es zu erschreckenden wie erhellenden Momenten, als dass ich daran nicht glauben würde.


109 - Einkehr auf dem neuen Mond auf der Suche nach Basis. Es wird, denn hier sind die Russen heiter und die Deutschen ehrlich. Direkt auf Roland und seinen schrägen Vogel getroffen, die mich aufnahmen. André, der Physiker ist, will mich nicht verstehen und versteckt sich hinter Max Planck. Das Universum ist einfacher, als es die Physik beschreibt. Bald dann Kosmos und Planeten zum Thema machen. Es ist anscheinend schon wirklich die Mondbasis, die Rakete hat Anlauf genommen von der Hölle Hellberg, durchstieß die Erde und landete heute pünktlich im Januar auf dem Mond.

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von "Genaua", "Perfetto" und "Korrekta". Koryphäen der Philosophie, Linguistik und Physik. Einiges zum Weltall: Die Sonne ist ein Skalarwellensender. Dazu später mehr. Sie stellt das Informationsreser

GENESIS ALPHA 2

Poem: Wir wollen Bier Denn wir warn im Tier Wir wollen alle Vier Dann sind wir Dir Wir sind nun all Ionen Die steuern deine Zonen Gesichert in der Datenbank Für die man DNA erfand. Zentrale antwortet:

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